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Kommentar

Frauenfrage im Realitätstest

Die Frauenfrage beschäftigt: Im Hinblick auf die Bundesratswahlen gibt die Machtteilung zwischen den Geschlechtern zu reden.
Doris Kleck
Doris Kleck, CH Media.

Doris Kleck, CH Media.

Nicht nur bei den Bundesratswahlen, sondern auch bei der Wahl des neuen Präsidenten des Schweizerischen Gewerkschaftsbundes (SGB) spielt das Thema eine Rolle. Der St. Galler SP-Politiker Paul Rechsteiner tritt nach zwanzig Jahren ab. Wie einflussreich der Posten ist, bewies Rechsteiner, als er die Anpassungen der flankierenden Massnahmen torpedierte und damit eine Einigung mit der EU über ein Rahmenabkommen faktisch verunmöglichte.

Für seine Nachfolge bewerben sich die SP-Politiker Barbara Gysi und Pierre-Yves Maillard. Nach 20 Jahren Männerherrschaft wäre die Zeit reif für eine Frau, denken viele. Das wäre durchaus konsequent, weil die Linke die Gleichstellungsforderungen am stärksten vertritt. Ausgerechnet Christiane Brunner, die Ikone der Frauenbewegung, redet nun aber die Frauenfrage klein.

Was lernen wir daraus? Die Schweiz ist ein Land mit verschiedenen Mentalitäten und Sprachen. Die Herkunftsfrage spielt deshalb auch beim SGB eine Rolle und nicht nur bei Bundesratswahlen. Die Westschweiz ist an der Spitze des SGB nicht vertreten – im Gegensatz zu den Frauen mit Unia-Chefin Vania Alleva. Um den Frauenanteil in Führungsgremien zu erhöhen, ist es ein guter Leitsatz, bei gleicher Qualifikation die Frau vorzuziehen. Der Waadtländer Staatsrat Maillard ist nun halt aber der bessere Kandidat: Er ist strategisch sowie rhetorisch stark und eine prägende Figur der Linken. Man könnte es den SGB-Delegierten also nicht verübeln, wenn sie ihn als Präsidenten wählen würden. Gleichstellung hin oder her.

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