Bildung

Frauenquote bei den Habilitationen überschreitet Drittelsmarke

2018 haben in der Schweiz 73 Frauen habilitiert, das heisst, die höchste akademische Prüfung bestanden. Ihr Anteil betrug damit erstmals über ein Drittel, nämlich 33,5 Prozent. Im Vorjahr lag die Frauenquote noch bei 30,2 Prozent, wie neue Zahlen des Bundes belegen.

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Immer noch sind fast zwei Drittel der in der Schweiz habilitierten Privatdozenten männlichen Geschlechts. Aber die Frauen holen auf. (Symbolbild)

Immer noch sind fast zwei Drittel der in der Schweiz habilitierten Privatdozenten männlichen Geschlechts. Aber die Frauen holen auf. (Symbolbild)

Keystone/CHRISTIAN BEUTLER

2009 war sogar nur gut jede fünfte habilitierte Person weiblichen Geschlechts. Seither stieg der Frauenanteil - mit kleinen Ausnahmen - von Jahr zu Jahr. Nach dem erfolgreichen Abschluss des Habilitationsverfahrens sind die Absolventen Privatdozenten mit der "venia legendi", der Berechtigung, an der Universität zu lehren, einer Vorstufe für die Professur.

Der Anteil Frauen, die diese hohe Bildungsstufe erreichen, variiert von Uni zu Uni. An der Universität Luzern etwa habilitierten 2018 deutlich mehr Frauen als Männer, nämlich 67 Prozent. Die Uni Bern lag genau im Durchschnitt, Basel leicht drunter und Zürich leicht drüber. Mit nur 17 Prozent Frauen bildete die Uni Freiburg das Schlusslicht. Da dort aber insgesamt nur sechs Personen habilitierten, ist die Zahl nicht unbedingt aussagekräftig.

Ein bisschen mehr als die Hälfte der in der Schweiz habilitierten Männer und Frauen sind Schweizer, Deutschland liegt mit 31,7 Prozent auf Platz zwei. Je vier Prozent der Absolventen stammen aus Österreich oder Italien, 1,8 Prozent aus Spanien und je 1,4 Prozent aus Frankreich und Griechenland.