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FREIWILLIGENARBEIT: Weniger Steuern für Vereine

Gemeinnützige Vereine werden heute rasch mehrwertsteuerpflichtig. Ein FDP-Nationalrat will das ändern.

Man bewirtet Theatergäste, führt ein Klubrestaurant, generiert Werbe- und Sponsoringgelder: Ehrenamtlich geführte Sport- und Kulturvereine erzielen schnell einmal einen Umsatz von 150000 Franken. Schon ab diesem Betrag werden Mehrwertsteuern fällig. «Das ist falsch und widerspricht der Idee, Freiwilligenarbeit zu fördern», sagt Olivier Feller. Der Waadtländer FDP-Nationalrat fordert deshalb den Bundesrat dazu auf, die Umsatzgrenze für die Mehrwertsteuerpflicht auf eine halbe Million Franken anzuheben. Einen entsprechenden Vorstoss hat Feller in der Frühlingssession eingereicht. Über Schätzungen zu den Steuerausfällen als Folge von Fellers Reformvorschlag verfügt der Bund noch nicht.

Der erzielte Umsatz sei unerlässlich für die Existenz vieler Vereine, sagt Feller. Zudem würden Sport- und Kulturvereine, bei denen kein Vorstandsmitglied ­einen Lohn erhalte, einen Beitrag zur Integration von Jugendlichen leisten. «Das hat einen direkten Nutzen für die Gesellschaft», sagt er. Auf das Problem aufmerksam gemacht haben ihn Waadtländer Sportvereine und Theatergruppen. Die Mehrwertsteuer belastet die Vereine in allen Landesteilen. Auch Urs Dickerhof, der Präsident der IG Sport Luzern und des Innerschweizer Fussballverbandes, befürwortet eine höhere Umsatzgrenze. «Mit dieser Massnahme würden viele ehrenamtlich geführte Vereine, die heute der Mehrwertsteuerpflicht unterstellt sind, entlastet. Für den Breitensport wäre das sehr positiv.» Dickerhof weist darauf hin, dass die Mehrwertsteuerabrechnung für ehrenamtliche Vereine kaum ohne professionelle Hilfe zu stemmen ist. «Es darf nicht sein, dass der Präsident Professor sein muss, um einen Verein führen zu können.» Lob für Feller gibt es auch von Bruno Schöb. «Sein Vorstoss stärkt die Ehrenamtlichkeit und somit die sich für das Gemeinwohl engagierenden Organisationen», sagt der Geschäftsleiter der Interessengemeinschaft St. Galler Sportverbände.

Kari Kälin

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