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FUSSBALL: Geld-Couverts, Schmiergelder und illegal verkaufte WM-Tickets

Die FIFA wurde am Mittwoch nicht zum ersten Mal von einem Skandal wegen Korruption, Schmiergeldern oder illegalen Geschäften erschüttert. Ein Überblick.
Logo am Hauptsitz der Fifa in Zürich. (Bild: Keystone)

Logo am Hauptsitz der Fifa in Zürich. (Bild: Keystone)

Die Präsidentschaftswahl 1998. - Der damalige FIFA-Generalsekretär Joseph Blatter gewinnt die Wahl gegen UEFA-Präsident Lennart Johansson. Es geht das Gerücht um, dass Couverts mit 50'000 Dollar in die Hotelzimmer von afrikanischen Delegierten gelegt wurden. Bewiesen wurde nichts.

Der ISL-Skandal. - Blatters Vorgänger als FIFA-Präsident, João Havelange, und dessen ehemaliger Schwiegersohn Ricardo Teixeira kassierten Schmiergelder in Millionenhöhe für die Vergabe von WM-Vermarktungsrechten an die 2001 Pleite gegangene Firma ISL.

Die WM-Vergabe 2018 und 2022. - Schon vor der Doppel-Vergabe an Russland und Katar wurden zwei FIFA-Exekutivmitglieder wegen nachgewiesener Bestechlichkeit suspendiert. Die Vorwürfe gegen die beiden künftigen Gastgeber wurden von der FIFA untersucht, aber von den Ethik-Kommission ohne massgebliche Ergebnisse eingestellt. Von den damaligen 22 Mitgliedern sind wohl bald nur noch acht im Exekutivkomitee.

Die Präsidentschaftswahl 2011. - Lange schien es, als könne Mohamed bin Hammam Blatter bei der Wahl 2011 gefährlich werden. Dann stolperte der Katarer kurz vor der Abstimmung über konkrete Bestechungsvorwürfe aus der Karibik. Die 35 Stimmen aus dieser Zone galten als entscheidend. Blatter hatte den Verbänden eine Million Dollar als offizielle FIFA-Zuwendung versprochen. Bin Hammam versuchte es inoffiziell mit 40'000 Dollar pro Verband - und flog auf.

WM-Tickets. - 2006 übernahm der damalige FIFA-Vizepräsident Jack Warner die Vermarktung der WM-Tickets in seinem Heimatland Trinidad und Tobago. Sein Familien-Unternehmen strich dabei angeblich 900'000 Dollar an Provisionen ein. Beweise gab es später nur gegen den Sohn von Warner. Im gleichen Jahr wurde Ismail Bhamjee aus Botswana, wie Warner Mitglied des Exekutivkomitees, überführt, weil er zwölf WM-Tickets auf dem Schwarzmarkt verkauft hatte. 2014 in Brasilien gab es Berichte über vermutlich illegal veräusserte WM-Karten aus dem Besitz des mittlerweile verstorbenen FIFA-Vizepräsidenten Julio Grondona aus Argentinien.

sda

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