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GEBENSTORF: Schlägerei in der Moschee wegen der Absetzung eines radikalen Imams

In einer Moschee i nGebenstorf sind am Sonntag gemässigte und radikale Mitglieder handreiflich aneinandergeraten. Grund ist die Absetzung eines mutmasslich radikalen Imams durch die ialamisch-albanische Gemeinschaft .
Im Erdgeschoss dieser ehemaligen Pizzeria in Gebenstorf befindet sich die Moschee, im 1. Stock sind die Schulungsräume für den Koranunterricht. (Bild: Google Maps)

Im Erdgeschoss dieser ehemaligen Pizzeria in Gebenstorf befindet sich die Moschee, im 1. Stock sind die Schulungsräume für den Koranunterricht. (Bild: Google Maps)

Passiert ist es am Sonntag in der Aargauer Gemeinde Gebenstorf im Bezirk Baden: In der dortigen Moschee kam es zu einer Massenschlägerei. Über die Ereignisse berichtete am Donnerstag die «Aargauer Zeitung». Publik gemacht hatte die Vorkomnisse die Gemeinde in einer Mitteilung. Zugetragen haben sollen sich die Ereignisse wie folgt: Die islamisch-albanische Gemeinschaft hatte sich von ihrem langjährigen Imam getrennt und gewährte ihm am Sonntag eine Abschiedsrede. Nach der Rede standen einige Unterstützer auf und wurden gegenüber Vorstandsmitgliedern handgreiflich. Die Aargauer Kantonspolizei rückte aus und kontrollierte 90 Personen. Zwei Verletzte begaben sich nach dem Vorfall zur Kontrolle ins Spital.

Bei der Gemeinschaft kam der Verdacht auf, dass sich der Imam radikalisiert hatte. Der Verdacht habe seit einem halben Jahr bestanden, sagte Murseli Ibraimov, Vizepräsident der islamisch-albanischen Gemeinschaft. Die Gemeinschaft habe nichts zu verstecken. Man habe keine Beweise, sondern Vermutungen.

Der Vorstand habe einstimmig entschieden, den Imam per sofort freizustellen. Die Gemeinschaft habe erfahren, dass der Imam diesen Sommer radikale Imame in Skopje besucht habe. Früher habe kein Grund für eine Suspendierung bestanden. Der Imam, der während acht Jahren für die islamisch-albanische Gemeinschaft tätig war, hatte die Freistellung gemäss dem Vizepräsidenten zunächst nicht akzeptiert.

Die Moschee war erst im Mai eröffnet worden. Früher war die Gemeinschaft in bernischen Kirchdorf aktiv gewesen. Gemäss Ibraimov wird eine Besprechung mit der Kantonspolizei stattfinden. Auch der Gemeinderat will das Gespräch mit der Gemeinschaft suchen. Man werde solche Vorkommnisse nicht dulden, hiess es. Da es sich bei der Moschee um ein Vereinslokal handelt, könnte der Gemeinderat der Gemeinschaft die Bewilligung für den Betrieb entziehen.

Nach Biel und Winterthur ist es bereits der dritte Fall eines radikalen Islams, der innert kürzester Zeit auf sich aufmerksam gemacht hat. Die Zürcher Staatsanwaltschaft hat Anklage gegen einen äthiopischen Imam erhoben, der in einer Predigt in der Winterthurer An'Nur-Moschee öffentlich zur Tötung von Muslimen aufgerufen hatte. Sie fordert eine bedingte Freiheitsstrafe von anderthalb Jahren und eine Landesverweisung für 15 Jahre (Artikel vom 11. August »). Vergangene Woche wurde der Fall eines Libyers bekannt, der in einer Bieler Moschee Hassbotschaften gepredigt haben soll. Zudem soll er während 13 Jahren insgesamt 600'000 Franken an Sozialhilfe bezogen haben (Artikel vom 23. August »).

rem/sda

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