Bundesratswahlen

Geheimkandidat: SVP-Chef Toni Brunner soll gegen Widmer-Schlumpf antreten

Die bisherige SVP-Kandidatenauswahl für die Bundesratswahl vom 14. Dezember genüge nicht, kritisiert SVP-Nationalrat Luzi Stamm (AG): «Wir dürfen nicht mit Politikern antreten, die in der Öffentlichkeit niemand kennt.»

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Die bisherige SVP-Kandidatenauswahl für die Bundesratswahl vom 14. Dezember genüge nicht, kritisiert SVP-Nationalrat Luzi Stamm (AG) in der Zeitung „Der Sonntag". «Wir dürfen nicht mit Politikern antreten, die in der Öffentlichkeit niemand kennt, sondern nur mit bekannten Schwergewichten.»

Hinter den Kulissen tauchen nun Namen möglicher Bundesrats-Kandidaten auf. Der mit Abstand spannendste, den sogar Christoph Blocher genannt haben soll: Präsident Toni Brunner (SG). Jene, die Brunners Namen ins Spiel bringen, haben ihn für eine besondere Mission vorgesehen: für den Angriff auf Eveline Widmer-Schlumpf. Da die Gefahr gross sei, dass der SVP-Kandidat nicht durchdringe, sei Brunner ideal dafür. Er wäre glaubwürdig und populär, eine Niederlage schade ihm nicht.

Brunner selbst winkt ab. «Er dementiert das aufs Entschiedenste», lässt er Generalsekretär Martin Baltisser ausrichten. «Das sei absolut keine Option.» Als weitere Kandidaten sehen Insider vor allem Parlamentarier. Es fallen Namen wie Bruno Zuppiger (ZH), Pirmin Schwander (SZ), Ulrich Giezendanner (AG). Gesetzt wären bei einer Attacke auf Burkhalters Sitz Guy Parmelin (VD) oder Jean-François Rime (FR). Für den Versuch, Schneider-Ammanns Sitz zu erobern, kämen auch Berner Nationalräte wie Hansruedi Wandfluh, Adrian Amstutz, Andreas Aebi oder Rudolf Joder infrage.