Geschlossene Grenzen, stornierte Flüge: Tausende Schweizer stecken im Ausland fest

Schweizerinnen und Schweizern stecken an Flughäfen oder in Hotels auf der ganzen Welt fest, weil die Grenzen geschlossen wurden oder Airlines ihre Flüge storniert haben.

 
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Für die gestrandeten Reisenden gibt es wenig Optionen bei einem Lockdown.

Für die gestrandeten Reisenden gibt es wenig Optionen bei einem Lockdown.

Keystone

(watson.ch/wst) Es tönte eindringlich, was Bundesrätin Karin Keller-Sutter an der denkwürdigen Medienkonferenz am Montag sagte: «Wir rufen Schweizerinnen und Schweizer im Ausland dazu auf, in die Schweiz zurückzukehren». Für viele kam die Botschaft jedoch zu spät. Hunderte von Schweizerinnen und Schweizern stecken an Flughäfen oder in Hotels auf der ganzen Welt fest, weil die Grenzen geschlossen wurden oder Airlines ihre Flüge storniert haben.

Wie viele Personen genau betroffen sind ist unklar. Wie das Departement für auswärtige Angelegenheiten EDA gegenüber dem «Blick» sagte, seien zurzeit 15'000 Schweizerinnen und Schweizer weltweit registriert. In der Realität, so das EDA, dürften es aber weit mehr sei, «Blick» geht von 50'000 Personen aus.

An der Pressekonferenz der Bundesbehörden am Dienstag sprach Hans-Peter Lenz, Leiter des EDA-Krisenmanagementszentrums, unter anderem über die Situation in Marokko, wo Hunderte Schweizerinnen und Schweizer wegen fehlender Fluggenehmigungen festsitzen. Ab Dienstag konnten die ersten dank der Vermittlung des EDA ausreisen, in den nächsten Tagen sollen weitere Flüge folgen.

Für die gestrandeten Reisenden gibt es wenig Optionen bei einem Lockdown. Das EDA empfiehlt, sich an die Airlines oder Reiseveranstalter zu wenden. Für die Ausreise ist jeder selber verantwortlich, das besagt das Auslandschweizergesetz. Erst, «wenn nachweislich absolut keine Möglichkeiten mehr bestehen», selbständig auszureisen, helfen die Behörden aus, so ein Sprecher des EDA gegenüber dem «Blick».