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GEWERKSCHAFT: Verfahren gegen Ex-Unia-Chef

Am Donnerstag trat der Leiter der Gewerkschaft Unia Zürich-Schaffhausen per sofort zurück. Er hatte eine Mitarbeiterin mit SMS sexuell belästigt. Nun wurde bekannt, dass ein Verfahren wegen mehr als einem Dutzend Delikten gegen Burger läuft.
Roman Burger, Ex-Unia-Chef des Standorts Zürich-Schaffhausen, droht Ungemach. (Bild: KEYSTONE/Alessandro Della Bella)

Roman Burger, Ex-Unia-Chef des Standorts Zürich-Schaffhausen, droht Ungemach. (Bild: KEYSTONE/Alessandro Della Bella)

Es sind schwere Tage für Roman Burger. Am Sonntag berichtete die «Sonntagszeitung» über weiteres Ungemach, das über den 39-Jährigen herabzubrechen droht. Gegen Burger läuft ein Strafverfahren wegen mehr als einem Dutzend Delikten. Die Zürcher Staatsanwaltschaft ermittelt unter anderem wegen Urkundenfälschung, Nötigung, Tätlichkeit, Körperverletzung, Verleumdung und unlauterem Wettbewerb. In wenigen Monaten dürfte die Anklage stehen.

Konflikt mit Gipserunternehmen

Hintergrund des Verfahrens ist ein Konflikt zwischen der Unia und dem Gipserunternehmen Goger. Die Unia und Gipserverbände kritisierten den österreichischen Firmenchef Kurt Goger, er behandle ungarische Hilfsarbeiter wie Sklaven und betreibe Lohndumping. Die Unia blockierte mehrere Baustellen und sorgte dafür, dass Goger-Angestellte nicht arbeiten konnten.

Goger wies die Vorwürfe zurück und reichte im Mai 2015 eine Strafanzeige gegen Burger ein. Dabei geht es unter anderem um Körperverletzung. Im April 2015 erlitten drei Angestellte von Goger einen Hörschaden, weil sie während Minuten dem Getöse der Trillerpfeifen, Gastrompeten und Megafone ausgesetzt waren. Die Baustelle in Zürich hätten die Gewerkschafter gar nicht betreten dürfen; es bestand ein gerichtliches Verbot.

Mit regelmässigen TV-Auftritten im «Sonntalk», der Diskussionsendung von «Telezüri», hat Burger einen hohen Bekanntheitsgrad erlangt. Auch mit Streiks und Blockaden landete er immer wieder in den Medien. Intern hatte er nicht nur Freunde. Er sei wegen seines «diktatorischen Habitus» berüchtigt, schrieb letztes Jahr die «Weltwoche». Eine ehemalige Mitarbeiterin habe ihm den Übernahmen «Burger Kim» gegeben – in Anspielung auf die nordkoreanische Diktatorenfamilie.

Kari Kälin

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