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Gewerkschaften: Über 4000 Waadtländer Bauarbeiter im Ausstand

Die regionalen Streiks auf Baustellen in der Schweiz, die seit Mitte Oktober in verschiedenen Kantonen stattfinden, gehen weiter. Am Montag legten über 4000 Bauarbeiter in der Waadt ihre Arbeit nieder, wie die Gewerkschaften Unia und Syna mitteilten.

(sda) Der Streik der Waadtländer Bauarbeiter soll zwei Tage dauern. Die Streikenden wollten damit ein starkes Zeichen setzen gegen die massiven Angriffe der Baumeister auf den Landesmantelvertrag (LMV), insbesondere die Forderung nach 300 zusätzlichen flexiblen Arbeitsstunden, und für die Rente mit 60, heisst es in der Medienmitteilung.

Hintergrund der Streikaktionen ist der Landesmantelvertrag für das Bauhauptgewerbe, der Ende Jahr ausläuft. Für Dienstag sind auch Protesttage der Bauarbeiter in Zürich vorgesehen.

Die Gewerkschaften monieren, dass zwar eine Lösung zur Sicherung der Rente mit 60 auf dem Tisch liege: Die Bauarbeiter würden die Kosten der Sanierung übernehmen, wenn im Gegenzug der Baumeisterverband eine anständige Lohnerhöhung zahle. Der Baumeisterverband sei aber nur bereit, diese Lösung umzusetzen, wenn die Gewerkschaften einem Kahlschlag im Landesmantelvertrag zustimmten.

Nach dem Vorschlag des Baumeisterverbandes müssten die Bauarbeiter von März bis Dezember immer Arbeitstage von bis zu 12 Stunden in Kauf nehmen. Zudem führten die Forderungen des Baumeisterverbandes zu massiven Lohnsenkungen bei älteren Bauarbeitern und Lohndumping durch ausländische Firmen, kritisieren die Gewerkschaften.

Die Protesttage auf dem Bau haben Mitte Oktober begonnen. Nach Gewerkschaftsangaben protestierten bisher 3000 Bauarbeiter in Bellinzona, 2500 Bauarbeiter in Genf, über 1500 in den Kantonen Freiburg, Wallis, Neuenburg und Jura und 1000 Bauarbeiter in Bern.

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