Ulrich Giezendanner

Giezendanner schwänzt bei Abstimmungen am meisten

Ulrich Giezendanner nimmt nur an zwei von drei Abstimmungen im Nationalrat teil. a-z.ch präsentiert die Liste der Aargauer Nationalrats-Schwänzer.

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Fehlt oft: Ulrich Giezendanner (svp) ist im Nationalrat nur bei 62 Prozent der Abstimmungen anwesend.
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Fehlt oft: Ulrich Giezendanner (svp) ist im Nationalrat nur bei 62 Prozent der Abstimmungen anwesend.

Dino Nodari

Er gibt sich gerne volksnah und politisiert immer mit viel Engagement. Weniger Engagement zeigt der Rothrister Fuhrhalter Ulrich Giezendanner (SVP) aber im Nationalrat. Eine Auswertung des Zürcher Sozialgeografen Michael Hermann zeigt: In der laufenden Legislatur war Giezendanner nur gerade bei 62 Prozent der Abstimmungen anwesend.

«Im Ständerat geht das nicht mehr»

«Da gibt es nichts zu entschuldigen und ich werde keine Ausreden suchen», sagt Giezendanner. Er sei mit Leib und Seele Milizparlamentarier und keinesfalls politikmüde. Aber als Unternehmer müsse er jeweils abwägen, an welchen Abstimmungen er teilnehme und an welchen nicht. Das gehe nicht nur ihm so, sondern auch anderen Unternehmern wie Johann Schneider-Ammann (FDP) oder Peter Spuhler (SVP). Sollte er im nächsten Jahr den Ständerat gewählt werden, verspricht Giezendanner, dass seine Abwesenheitsliste nicht mehr so gross sein werde. «Da kann ich nicht mehr fehlen». Am zweit meisten fehlt von den Aargauer Nationalräten Walter Glur von der SVP. Er ist nur bei rund 79 Prozent der Abstimmungen anwesend.

Hans Killer ist Klassenprimus

An der Parteizugehörigkeit kann es aber nicht liegen, denn der Aargauer Klassenprimus gehört ebenfalls der SVP an. Der Untersiggenthaler Hans Killer nimmt an 97 Prozent der Abstimmungen teil. Auf den selben Wert bringt es Sylvia Flückiger-Bäni (SVP) und auch Pascale Bruderer (SP).