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GLAMONDANS: F/A-18-Absturz: Ursache geklärt

Unterlassene Sofortmassnahmen führten am 14. Oktober 2015 zum Absturz der F/A-18 bei Glamondans im französischen Jura. Dies ergibt der Schlussbericht des militärischen Untersuchungsrichters.
Bei dem Absturz des F/A-18-Kampfjets wurde der Pilot verletzt. (Archivbild) (Bild: Keystone/JEAN-CHRISTOPHE BOTT)

Bei dem Absturz des F/A-18-Kampfjets wurde der Pilot verletzt. (Archivbild) (Bild: Keystone/JEAN-CHRISTOPHE BOTT)

Der Pilot überlebte den Unfall leicht verletzt. Die Militärjustiz hat eine Voruntersuchung gegen ihn eingeleitet.

Am späten Vormittag des 14. Oktober 2015 starteten eine F/A-18D Hornet sowie zwei F-5 Tiger, um in einem Trainingsraum über dem französischen Jura den Luftkampf zu trainieren. In der letzten Übungsphase kam es im linken Triebwerk der F/A-18D zu einem Strömungsabriss, der einen Leistungsabfall des Triebwerks zur Folge hatte. Das Flugzeug begann, mit einer ungewollten Walzbewegung nach links zu drehen und verlor rasch an Höhe. Dem Piloten gelang es nicht mehr, das Flugzeug in eine stabile Fluglage zu bringen. Kurz danach betätigte er den Schleudersitz. Anschliessend stürzte das Flugzeug auf eine Ackerfläche in der Nähe des Dorfes Glamondans im französischen Jura. Der Pilot überlebte leicht verletzt.

"Mit aufwändigen technischen, fliegerischen und medizinischen Untersuchungen konnte der Unfallflug lückenlos rekonstruiert werden", teilt die Militärjustiz nun in einem Communiqué mit. Die Untersuchungen ergaben, dass das Verlassen des Flugzeugs durch den Piloten mit dem Schleudersitz beziehungsweise die durch den Piloten unterlassenen Sofortmassnahmen, die bei einem Strömungsabriss im Triebwerk und für den Fall einer ungewollten Dreh- und Rollbewegung des Flugzeugs vorgesehen sind, den Absturz verursacht haben. "Andere Gründe wie eine technische Störung, gesundheitliche Probleme des Piloten oder Dritteinwirkung können als direkte Ursachen für den Absturz ausgeschlossen werden", so die Militärjustiz.

Für den beschuldigten Piloten gilt weiterhin die Unschuldsvermutung.

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