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GLEICHSTELLUNG: Frauenlöhne: CVP-Vizefraktionschefin Viola Amherd will Aussprache

Der Entscheid des Ständerates, die Vorlage zur Lohngleichheit an die Kommission zurückzuweisen, kam bei den CVP-Frauen schlecht an. ­Nun verlangt Vizefraktionschefin Viola Amherd eine Aussprache
CVP-Vizefraktionschefin Viola Amherd.

CVP-Vizefraktionschefin Viola Amherd.

Gleichstellung Der Entscheid des Ständerates, die Vorlage zur Lohngleichheit an die Kommission zurückzuweisen, kam bei den CVP-Frauen schlecht an. ­ Die am Montag publizierte Medienmitteilung ist scharf formuliert: «Es ist beschämend, dass im Jahr 2018 die Frauen noch darum betteln müssen, den gleichen Lohn zu erhalten», schreiben die CVP-Frauen. Besonders schmerzlich sei die Rolle der eigenen Ständeräte. Denn der Rückweisungs­antrag kam von Konrad Graber (CVP/LU) – er hatte ihn kurzfristig eingereicht.

Der Luzerner ist zwar für Massnahmen gegen die Lohn­ungleichheit, doch die Vorlage sei das falsche Mittel. Der Bundesrat will Unternehmen ab 50 Mitarbeitern verpflichten, alle vier Jahre eine Lohnanalyse durchzuführen und von Dritten überprüfen zu lassen. Die vorberatende Kommission wollte – auf Antrag von Brigitte Häberli-Koller (CVP/TG) –, dass die Pflicht erst ab 100 Mitarbeitern gilt. Damit sollte die Vorlage KMU-freundlicher und für die CVP verdaulicher werden. Die CVP-Männer im Ständerat wollten davon nichts wissen.

Dieses Vorgehen goutiert Vizefraktionschefin Viola Amherd nicht. Sie verlangt eine Aussprache über das Vorgehen Grabers an der nächsten Sitzung des Fraktionsausschusses. Auch inhaltlich ist Amherd enttäuscht. Die CVP-Ständeräte hätten ihre Vorschläge in der Detailberatung einbringen oder vom Nationalrat verlangen können, dass er sie prüft, findet sie. Die Frauenorganisation Alliance F pocht darauf, dass die Ständeratskommission vorwärtsmacht mit der Beratung des Geschäfts: «Wir verlangen, dass die Vorlage in der Junisession im Rat behandelt wird», sagt Co-Präsidentin Kathrin Bertschy. Dazu ist Kommissionspräsident Ruedi Noser (FDP/ZH) bereit, wie er der NZZ sagte. (dk)

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