GÖSCHENEN: Neuer Wirbel am Gotthard

Der Bund hat Aufträge für Vorarbeiten zum Bau einer zweiten Röhre ausgeschrieben. Nun fordern Alpenschützer ihrerseits vom Bund Garantien.

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Das Portal der Gotthard-Röhre in Göschenen. (Bild Keystone)

Das Portal der Gotthard-Röhre in Göschenen. (Bild Keystone)

red. Grünen-Präsidentin Regula Rytz fordert ergebnisoffene Planungen für den Fall eines Volks-Neins zur zweiten Röhre Der Bund vergibt Aufträge für Vorarbeiten zum Bau der zweiten Röhre. Das forsche Tempo sorgt bei Alpenschützern für Ärger. So auch bei Grünen-Präsidentin Regula Rytz: «Ich befürchte, dass wir vor vollendete Tatsachen gestellt werden», sagt die Berner Nationalrätin. Rytz fordert daher: «Der Bundesrat muss garantieren, dass bis zum definitiven Entscheid eine Sanierung mit oder ohne zweiten Tunnel möglich bleibt. Parlament und Volk müssen sicher sein, dass die Sanierung in beiden Fällen rechtzeitig und ohne Abstriche umgesetzt werden kann», sagt sie gegenüber der «Zentralschweiz am Sonntag».

Das heisst: Für den Fall, dass es zeitlich knapp wird, soll der Bund parallel zur zweiten Röhre auch die Verladestationen für Autos und Lastwagen projektieren. In der Sommersession werde sie einen entsprechenden Vorstoss einreichen. Das Bundesamt für Strassen (Astra) weist die Argumente der Tunnelgegner zurück: «Die These, dass der Bund bei einer allfälligen Ablehnung einer zweiten Strassenröhre durch den Gotthard unter Zeitdruck geraten würde und deshalb jetzt schon Projekte zu RoLa-Lösungen starten müsste, entbehrt jeder Grundlage», sagt Astra-Sprecher Thomas Rohrbach. Der Bund kenne das Szenario ohne zweite Röhre sehr gut.

<em>Den ausführlichen Artikel zu diesem Thema finden Sie in der Printausgabe oder im E-Paper der &laquo;Zentralschweiz am Sonntag&raquo; vom 11. Mai 2013. </em>