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GOTTHARD: Basistunnel nun auf ganzer Länge befahrbar

Im neuen Gotthard-Basistunnel ist am Freitag die letzte Bahnschwelle gegossen worden. Der längste Eisenbahntunnel der Welt ist nun auf den gesamten 57 Kilometern mit Dieselloks befahrbar. Die Eröffnung des Tunnels ist für den Juni 2016 vorgesehen.
Die letzten der rund 380'000 Einzelblock-Schwellen im Gotthard-Basistunnel sind Goldfarben und wurden bei Biasca in Beton eingegossen. (Bild: Keystone / Sigi Tischler)

Die letzten der rund 380'000 Einzelblock-Schwellen im Gotthard-Basistunnel sind Goldfarben und wurden bei Biasca in Beton eingegossen. (Bild: Keystone / Sigi Tischler)

Am Freitagmittag wurde rund 54 Meter vom Südportal in Bodio entfernt in der Oströhre während einer Zeremonie die letzte – sogenannt goldene – Bahnschwelle mit einem Betonzug gegossen. Dies teilte das für den Bau gesamtverantwortliche Unternehmen Alptransit Gotthard mit.

Insgesamt verlegte der Generalunternehmer Transtec während 39 Monaten 290 Kilometer Schienen. Die Tunnels zählen 380'000 Einzelblockschwellen. Für die Fahrbahn standen total gegen 125 Arbeiter in Schichten sieben Tage die Woche rund um die Uhr im Einsatz.

Fahrbahn ist komplett

Mit der goldenen Schwelle ist der Fahrbahneinbau in den beiden neuen Tunnelröhren praktisch abgeschlossen. Derweil geht der Einbau der Bahntechnik mit Fahrleitungen, Stromversorgung, Telekommunikation und Sicherungsanlagen weiter. Entlang des Tunnels begann der Rückbau der Installationsplätze.

Die letzten der 380 000 Einzelblock-Schwellen im Gotthard Basistunnel sind Goldfarben und werden am Freitag, 31. Oktober 2014, bei Biasca in Beton eingegossen. (Bild: SIGI TISCHLER)
Bild: SIGI TISCHLER
Arbeiter reiben mit einem goldigen Brett die Beton Schicht im längsten Eisenbahntunnel der Welt glatt. (Bild: SIGI TISCHLER)
Bild: SIGI TISCHLER
Bild: SIGI TISCHLER
Bild: SIGI TISCHLER
Der Rote Pfeil auf dem Weg im längsten Eisenbahntunnel der Welt von Erstfeld nach Biasca. (Bild: SIGI TISCHLER)
Die letzten der 380 000 Einzelblock-Schwellen im Gotthard Basistunnel sind Goldfarben und werden am Freitag, 31. Oktober 2014, bei Biasca in Beton eingegossen. (Bild: SIGI TISCHLER)
Arbeiter reiben mit einem goldigen Brett die Beton Schicht im längsten Eisenbahntunnel der Welt glatt. (Bild: SIGI TISCHLER)
Nun ist der längste Eisenbahntunnel der Welt durchgehend auf seiner ganzen Laenge von 57 Kilometern mit Diesellokomotiven befahrbar. (Bild: SIGI TISCHLER)
Arbeiter reiben mit einem goldigen Brett die Beton Schicht im längsten Eisenbahntunnel der Welt glatt. (Bild: SIGI TISCHLER)
Arbeiter Helmut Fortschegger reibt mit einem goldigen Brett die Beton Schicht im längsten Eisenbahntunnel der Welt glatt. (Bild: SIGI TISCHLER)
Renzo Simoni, Vorsitzender der Geschäftsleitung AlpTransit Gotthard AG, posiert am Freitag, 31. Oktober 2014, in Biasca vor dem Roten Pfeil. (Bild: SIGI TISCHLER)
Alphornbläser bei ihrer Darbietung im längsten Eisenbahntunnel der Welt zwischen Erstfeld nach Biasca. (Bild: SIGI TISCHLER)
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Gotthard: Goldene Schwelle

Die Arbeiten am Tunnel seien auf Kurs, heisst es in der Mitteilung. Der Fahrplan zur Eröffnung stimme. Im Herbst 2015 soll der Testbetrieb im gesamten Basistunnel beginnen.

Die Eröffnungsfeiern sind für den 2., 4. und 5. Juni 2016 geplant. SBB-Züge sollen ab Dezember 2016 fahrplanmässig durch den Tunnel zwischen Erstfeld und Bodio rollen.

Ceneri zu 85 Prozent ausgebrochen

Weniger weit fortgeschritten sind die Arbeiten im 15 Kilometer langen Ceneri-Basistunnel zwischen Camorino und Vezia bei Lugano. Dort sind rund 85 Prozent des Tunnelsystems ausgebrochen.

Nach erfolglosen Beschwerden bis vor Bundesgericht gegen Vergabentscheide von Aufträgen auf der Ceneri-Baustelle will Alptransit am ursprünglichen Ziel der Eröffnung festhalten. Die Inbetriebnahme des Ceneri-Basistunnels ist für Dezember 2019 vorgesehen.

Der Bau des längsten Eisenbahntunnels der Welt begann am 4. November 1999 mit der ersten Sprengung auf der Gotthard-Nordseite. Der Ausbruch des Ceneri-Tunnels wurde 2006 in Angriff genommen.

Beide Tunnels und die ausgebauten Zufahrtsstrecken bilden eine neue Flachbahn durch die Alpen. Die neue Zuglinie soll die Fahrzeit zwischen Zürich und Mailand I um rund 60 Minuten auf 2 Stunden und 40 Minuten verkürzen.

sda

Der Rote Pfeil auf dem Weg im längsten Eisenbahntunnel der Welt von Erstfeld nach Biasca. (Bild: Keystone / Sigi Tischler)

Der Rote Pfeil auf dem Weg im längsten Eisenbahntunnel der Welt von Erstfeld nach Biasca. (Bild: Keystone / Sigi Tischler)

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