GRAUBÜNDEN 2022: Parlament verschiebt Olympia-Entscheid

Im März hätte die Parlamentskommission über die Unterstützung der Schweizer Olympiakandidatur entscheiden sollen. Es kommt anders.

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Skispringer Simon Ammann auf der Olympia-Schanze von Vancouver im Winter 2010. (Bild: Keystone)

Skispringer Simon Ammann auf der Olympia-Schanze von Vancouver im Winter 2010. (Bild: Keystone)

Am 3. März stimmt Graubünden über eine Kandidatur für Olympische Winterspiele im Jahr 2022 ab. Am Tag danach sollte die Kommission für Wissenschaft, Bildung und Kultur in einer Hauruck-Übung die Unterstützung durch den Bund durchwinken. Vorgesehen war, dass der Nationalrat noch in der kommenden Frühlingssession über die Bundesmilliarde entscheidet.

Daraus wird nun nichts, wie Recherchen der «Zentralschweiz am Sonntag» zeigen. Der Luzerner SVP-Nationalrat Felix Müri wird der Kommission am Donnerstag beantragen, die Sitzung vom 4. März zu streichen. Eine Mehrheit in der Kommission wird den Antrag unterstützen. Gemäss Müri wäre es unseriös, die vielen offenen Fragen in so kurzer Zeit zu klären. Vor allem, weil es unterdessen nicht mehr nur um eine Milliarde, sondern eine unbefristete Defizitgarantie gehe.

Die Kommission wird erst nach der Session über Olympia beraten. Dadurch erhält die Finanzkommission mehr Zeit, weitere Abklärungen zu treffen. Deren Präsident, der Schwyzer SVP-Nationalrat Pirmin Schwander, bestätigt, Sportminister Ueli Maurer zu einer Aussprache vorzuladen.

red

Den ausführlichen Artikel lesen in der Zentralschweiz am Sonntag und im E-Paper.