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«Ich begrüsse die politische Diskussion»

Nachgefragt

Susanne Ruoff, macht es in diesen Tagen noch Spass, Postchefin zu sein?

Es ist herausfordernd, ja, aber es macht auch Freude, an den Veränderungen teilzuhaben. Die Bedürfnisse der Menschen wandeln sich, und wir reagieren darauf mit innovativen Angeboten. Das ist eine interessante Aufgabe.

Wie die Post darauf reagiert, stösst auf Unverständnis. Das Parlament hat kürzlich klar gemacht, dass ihm der Kurs der Post missfällt. Alarmiert Sie das nicht?

Dasselbe Parlament hat 2012 das aktuell geltende Postgesetz verabschiedet. Daran halten wir uns. Mehr noch, wir übertreffen die Anforderungen punkto Erreichbarkeit einer Poststelle sogar.

Das Parlament will nun genau dieses Gesetz ändern und der Post zusätzliche Vorschriften machen bezüglich der Standorte und des Angebots.

Ich begrüsse diese politische Diskussion. Was ich fordere, ist einfach eine Gesamtbetrachtung, denn die Poststelle ist nicht das einzige Mittel der Grundversorgung. Eine Agentur zum Beispiel ist dank den längeren Öffnungszeiten eine attraktive Ersatzlösung. Wichtig ist, dass sich das Parlament bewusst ist, dass die zusätzlichen Anforderungen mit Kosten verbunden sind. Heute finanziert sich die Post selbst, da können wir nicht einfach am Markt vorbei handeln.

Viele Bürger klagen, dass man bei Agenturen nicht bar einzahlen kann. Wieso kommen Sie hier den Kunden nicht entgegen?

Insgesamt gehen die Einzahlungen an den Schaltern stark zurück. In Regionen, wo es nur Agenturen gibt, bieten wir ab September die Bareinzahlung an der Haustüre an. Bareinzahlungen in Agenturen zu ermöglichen, ist hingegen komplizierter, da wir zusätzliche Sicherheitsbestimmungen und nicht zuletzt auch das Geldwäschereigesetz beachten müssen. So einfach lässt sich dies nicht ändern.

Bisher hat man von Ihnen relativ wenig zum Umbau der Poststellen gehört. Nun treten Sie vor den Medien auf. Ist das eine Reaktion auf den politischen Druck?

Nein. Ich war bereits im vergangenen Oktober dabei, als wir den Postellenumbau angekündigt haben. Für die Poststellen verantwortlich ist in erster Linie Thomas Baur. Deshalb macht es Sinn, dass sich vor allem er zum Thema äussert. (rob)

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