INTERNET: Mega-Leck macht Onlineshops unsicher

Die Gefahr wegen einer Sicherheitslücke in einer Verschlüsselungssoftware droht weiter. Banken geben Entwarnung, beim Online-Shopping ist Vorsicht geboten.

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Beim Online-Shopping ist Vorsicht geboten. (Bild: Keystone)

Beim Online-Shopping ist Vorsicht geboten. (Bild: Keystone)

Die Sicherheitslücke «Heartbleed» beschäftigt weiterhin Informatikspezialisten und wird nach wie vor als Gefahr für den weltweiten Onlineverkehr bezeichnet. Auch Banken in der Zentralschweiz sind vom Mega-Leck betroffen. Am Mittwoch war bekannt geworden, dass ein Fehler in der Verschlüsselungs-software OpenSSL unbefugten Dritten ermögliche, sensible Daten wie Passwörter oder Geheimcodes zu lesen. Eine erste Entwarnung gab es nun gestern von Seiten der Banken. Die meisten Finanzinstitute meldeten, dass es ihnen gelungen sei, durch die Aktualisierung der Software die Sicherheit wieder herzustellen. So erklärten die Zuständigen der Zuger sowie der Urner Kantonalbank und der Valiant Bank die Gefahr als gebannt. Trotzdem empfehlen sie, die Passwörter für das E-Banking zu ändern.

Während die Banken Entwarnung geben, warnen Experten, beim Einkaufen im Internet vorsichtig zu sein. «Derzeit gibt es keine absolute Sicherheit bei den E-Shops, vor allem bei kleineren Anbietern», sagt Peter E. Fischer, Leiter des Kompetenzzentrums Informationssicherheit an der Hochschule Luzern. Er empfiehlt bei allen Onlineshops, wie zum Beispiel amazon.com oder ricardo.ch, eine Überprüfung der vermeintlich sicheren Verbindung. Diese kann über die Website http://filippo.io/Heartbleed vorgenommen werden. Entwarnung gibt es für die Benutzer von sozialen Netzwerken wie Facebook oder Xing.

red