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Internet muss neutral bleiben

Kommentar
Dominik Weingartner
Dominik Weingartner (Bild: Pius Amrein, 11. April 2017)

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Es ist wohl eine der einschneidendsten Erfindungen der Menschheit: das Internet. Es verändert unsere Gesellschaft grundlegend. Kaum ein Bereich unseres Alltags bleibt von den Umwälzungen des digitalen Zeitalters verschont. Und weil das Internet ein so wichtiger Bestandteil unseres Lebens ist, ist es auch richtig, nicht jeden Bereich dieses virtuellen Raumes nach kommerziellen Kri­­terien zu gestalten. Die Netzneutralität spielt dabei eine zentrale Rolle. Das Prinzip stellt sicher, dass sämtliche Daten gleich behandelt werden.

Jetzt ritzen die USA an diesem Grundsatz, indem sie die entsprechenden Regulierungen aufweichen. Das befürworten vorwiegend die Internetanbieter. Sie könnten so Diensten wie Streamingplattformen, die einen hohen Datenverbrauch generieren, zusätzliche Kosten verrechnen. Gibt es privilegierte Datenautobahnen, werden auch die grossen Internetkonzerne wie Facebook oder Netflix nicht umhinkommen, für diese zu bezahlen. Ihre finanzielle Kraft liesse dies wohl ohne weiteres zu. Neue, kleinere und dennoch innovative Unternehmen werden so zwangsläufig benachteiligt, egal wie gut ihr Produkt ist. Das Internet gleicht mittlerweile aber einer öffentlichen Infrastruktur. Darum sollen im Netz für alle die gleichen Voraussetzungen gelten.

Dominik Weingartner

dominik.weingartner@luzernerzeitung.ch

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