JAHRESRÜCKBLICK 2013: 2013 wettertechnisch sehr abwechslungsreich

Der Wetter 2013 war ausgesprochen abwechslungsreich. Es bot neben intensiven Niederschläge und ungewöhnlich sonnigen Phasen auch ausserordentliche Temperaturen.

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Das Jahr 2013 bot aus meteorologischer Sicht intensive Niederschläge. (Bild: Keystone)

Das Jahr 2013 bot aus meteorologischer Sicht intensive Niederschläge. (Bild: Keystone)

Im Vergleich zu den Jahren von 1981 bis 2010 bot das Jahr 2013 insgesamt leicht zu wenig Sonnenschein, woran besonders die erste Jahreshälfte Schuld ist. Was die Temperaturen anbelangt, war letztes Jahr ziemlich im Mittel, wie MeteoNews mitteilt.

Januar zu mild, Februar mit Schneefällen

Zu Beginn des Jahres herrschten in den ersten beiden Monaten milde Wetterverhältnisse vor. Kühler wurde es erst in der zweiten Januarhälfte, was etwas Schnee mit sich brachte. Insgesamt bot der Januar zu mildes, zu trockenes und zu wenig sonniges Wetter. Nicht so der Februar: Der zweite Monat des Jahres bot kühle Temperaturen und teilweise ergiebige Schneefälle bis ins Flachland. Daraus resultierte Ende des Monats ein deutliches Temperaturdefizit von 1 bis 2 Grad gegenüber den Jahren 1981 bis 2010. Ins Auge stach, dass im Flachland ungewöhnlich viel Schnee lag – am Flughafen Zürich war es während 13 Tagen, auf dem Zürichberg gar während 27 Tagen weiss.

Rekruten der Schweizer Armee machen auf dem Oberalppass ihre Abschlussprüfungen als Gebirgsspezialisten. (Bild: Keystone)
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Rekruten der Schweizer Armee machen auf dem Oberalppass ihre Abschlussprüfungen als Gebirgsspezialisten. (Bild: Keystone)
Ein Töfffahrer auf dem Oberalppass zwischen Andermatt und Passhöhe. (Bild: Keystone)
Der Sommer lässt auf sich warten. Winterliche Landschaft auf der Klewenalp. (Bild: Leserin Martina Odermatt)
Lenzerheide GR (Bild: Keystone)
Jovo, links, und Biljana bauen aus Schnee einen kleinen Schneemann auf einem Tisch auf der Schwägalp. (Bild: Keystone)
Schwägalp AI (Bild: Keystone)
Churwalden GR (Bild: Keystone)
Churwalden GR (Bild: Keystone)
Aeschiried BE (Bild: Keystone)
Aeschiried BE (Bild: Keystone)

Rekruten der Schweizer Armee machen auf dem Oberalppass ihre Abschlussprüfungen als Gebirgsspezialisten. (Bild: Keystone)

Etwas mildere Temperaturen brachte zunächst der meteorologische Frühlingsbeginn. Mitte März sorgte polare Kaltluft jedoch für einen erneuten Wintereinbruch mit ergiebigen Schneefällen bis ins Flachland. Bis zum Monatsende blieb es bei kalten, sonnenarmen Verhältnissen. Der April war nach einem kühlen Monatsbeginn dank einer ausgeprägten Südwestlage sommerlich warm – mit Temperaturen von 20 bis 25 Grad. Ergiebige Niederschläge sorgten zum Ende des Monats hin vor allem auf der Alpensüdseite für einen enormen Niederschlagsüberschuss. Im Mai lagen die Temperaturen verbreitet 2 bis 2,5 Grad tiefer als im Vergleich zu 1981 bis 2010. Weitaus gravierender war jedoch das Sonnenscheindefizit von vielerorts 35 bis 40 Prozent.

Balgach SG (Bild: Keystone)
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Widnau SG (Bild: Keystone)
Widnau SG (Bild: Keystone)
Widnau SG (Bild: Keystone)
Widnau SG (Bild: Keystone)
Die Strasse zwischen Altstätten und Trogen ist abgerutscht. (Bild: Kapo SG)
Die Thur ist in der Region Andelfingen über die Ufer getreten. (Bild: Kapo ZH)
Die Reuss führt bei der alten Holzbrücke in Sins Hochwasser. (Bild: Keystone)
Linth bei Alt St. Johann SG. (Bild: Keystone)
Die Thur hat Teile von Alt St. Johann überflutet. (Bild: Keystone)
Der Rhein bei Wallbach AG tritt über die Ufer. (Bild: Keystone)
Die Serenbachfälle bei Betlis am Walensee (Bild: Keystone)
Blick auf den Walensee bei Weesen. (Bild: Keystone)
Platzwart Werner Heers holt Frischwasser auf dem Campingplatz Gütighausen an der Thur. (Bild: Keystone)
Wasser wird in Ellikon am Rhein aus einem Schacht gepumpt. (Bild: Keystone)
St. Margrethen SG (Bild: Keystone)
Überfluteter Fährensteg in Basel. (Bild: Keystone)
Überflutete Rheinpromenade in Basel. (Bild: Keystone)
Überflutete Rheinpromenade in Basel. (Bild: Keystone)
Rhein beim Mumpf AG (Bild: Keystone)
Linthebene bei Uznach (Bild: Keystone)
Der Rhein bei Möhlin AG. (Bild: Keystone)
Die Langete in Huttwil. (Bild: Keystone)
Clubhaus des Fischereivereins an der Reuss bei Mellingen AG. (Bild: Keystone)

Balgach SG (Bild: Keystone)

Alpennordseite: 30 Prozent mehr Sonne

Der Juni zeichnete sich laut MeteoNews insbesondere durch grosse Temperaturschwankungen aus: Ohne die drei bis vier Hitzetage Mitte des Monats wäre der Juni 2013 deutlich zu kühl verlaufen. Auch in Erinnerung bleiben wird das heftige Gewitter während des Eidgenössischen Turnfestes in Biel, wobei mehrere Menschen durch herumfliegende Trümmerteile teils schwer verletzt wurden. In den Monaten Juli und August kam die Schweiz in den Genuss eines nahezu perfekten Hochsommers mit überdurchschnittlich viel Sonnenschein und warmen Temperaturen. Nördlich der Alpen betrug der Sonnenscheinüberschuss bis zu 30 Prozent. In Bezug auf die Niederschlagsmengen zeichnen sich aufgrund der ausgeprägten Gewittern grosse lokale Variationen ab.

Bild: Keystone
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Bild: Theres Bühlmann / Neue LZ
Bild: Theres Bühlmann / Neue LZ
Bild: Keystone
Bild: Keystone
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Bild: Keystone
Bild: Keystone
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Bild: Keystone
Der Wiederaufbau läuft am Freitag auf Hochtouren. (Bild: Roger Rüegger / Neue LZ)
Bild: Keystone

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Im Leichtathletikstadion Herti Allmend in Zug wurde ein Baum samt Wurzel aus dem Boden gerissen. (Bild: Stefan Kaiser / Neue ZZ)
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Entlang des Seewegs beim Brüggli in Zug wurden mehrere Äste von Bäumen gerissen. (Bild: Stefan Kaiser / Neue ZZ)
Im Leichtathletikstadion Herti Allmend wurde ein Baum samt Wurzel aus dem Boden gerissen. (Bild: Stefan Kaiser / Neue ZZ)
Trotz dem Segen der Bürgenstock-Kapelle riess diese Dreifachbuche sogar einen Teil des Umschwungs mit sich beim Sturm vom 6.August 2013 (Bild: Josef Bucheli)
Bild: pd
Bei einem Hof auf der Turmatt in Stans wurden 150 Ziegel zu Boden geschleudert. (Bild: Oliver Mattmann / Neue NZ)
Bei einem Hof auf der Turmatt in Stans wurden 150 Ziegel zu Boden geschleudert. (Bild: pd)
Das Gewitter mit Sturmböen hat am 6. August hat Schäden hinterlassen. Hier bei einem Hof auf der Turmatt in Stans, wo 150 Ziegel zu Boden geschleudert wurden. (Bild: pd)
Im Wohnhaus im Windeggli bei der Gärtnerei Durrer in Kerns hat ein Blitzschlag alle elektrischen Einrichtungen zerstört, Kabel schmolzen, Steckdosen explodierten. (Bild: Markus von Rotz / Neue OZ)
Im Wohnhaus im Windeggli bei der Gärtnerei Durrer in Kerns hat ein Blitzschlag alle elektrischen Einrichtungen zerstört, Kabel schmolzen, Steckdosen explodierten. (Bild: Markus von Rotz / Neue OZ)
Bild: Oliver Mattmann / Neue NZ
Bild: Oliver Mattmann / Neue NZ
Die Tafel von Coop Bau und Hobby in Stans hat ziemlich gelitten unter dem Sturm. (Bild: Oliver Mattmann / Neue NZ)
Bild: Oliver Mattmann / Neue NZ
Das Gewitter mit Sturmböen hat am 6. August in Stans ganze Bäume ausgerissen. (Bild: Oliver Mattmann / Neue NZ)
Das Gewitter mit Sturmböen hat am 6. August in Stans ganze Bäume ausgerissen. (Bild: Oliver Mattmann / Neue NZ)
Unwetterschäden bei einer Strasse in der Risismühle / Am Bergli in Stans. (Bild: Oliver Mattmann / Neue NZ)
Bild: Oliver Mattmann / Neue NZ
Das Gewitter mit Sturmböen hat am 6. August ganze Bäume ausgerissen. Hier in Oberdorf. (Bild: Oliver Mattmann / Neue NZ)
Ein ausgerissener Baum in Oberdorf. (Bild: Oliver Mattmann / Neue NZ)
Bild: Oliver Mattmann / Neue NZ
Das Gewitter mit Sturmböen hat am 6. August in Stans ganze Bäume ausgerissen. (Bild: Oliver Mattmann / Neue NZ)

Im Leichtathletikstadion Herti Allmend in Zug wurde ein Baum samt Wurzel aus dem Boden gerissen. (Bild: Stefan Kaiser / Neue ZZ)

Oktober fast überall zu nass

Der September 2013 verlief nach einem hochsommerlichen Start temperaturmässig etwas zu mild. Einen Vorgeschmack auf den Herbst brachte ein Kaltluftvorstoss Mitte des Monats, wobei die Schneefallgrenze bis auf 1100 Meter sank und nebst stürmischen Winden es teils kräftige Regengüsse gab. Herbstlich verlief der Oktober bis zum ersten Wintereinbruch gegen Mitte des Monats. Darauf folgten zwei Wochen mit ausgeprochen milden Temperaturen. Niederschlagsmässig war der Oktober fast überall zu nass. Der November startete zunächst mit stürmischen Westwindverhältnissen und viel Niederschlag. Danach setzte sich hochdruckbestimmtes Wetter mit Nebel im Flachland und viel Sonnenschein in der Höhe durch. Insgesamt war der November deutlich zu nass, temperaturmässig war er durchschnittlich und die Sonne schien etwas zu wenig.

Für rekordverdächtig wenig Nebel sorgte in der ersten Dezemberhälfte ein anhaltender Hochdruckeinfluss gepaart mit extrem trockener Luft. An verschiedenen Stationen wurden die Rekorde der Sonnenscheindauer im Dezember gebrochen. Dabei herrschten in der Höhe sehr milde Temperaturen. Für ungemütliche Festtage sorgte ein Föhnsturm mit Orkanböen in den nördlichen Föhntälern – im Tessin hingegen gab es rekordverdächtige Niederschlagsmengen.

pd/chg