JAHRESWECHSEL: Hunderttausende begrüssen das neue Jahr

In der Schweiz haben Hunderttausende das alte Jahr verabschiedet und das neue begrüsst, mit Feuerwerk und Glockengeläut. Die Feuerwerke in Zürich, Basel und Luzern lockten Zehntausende an. Aus Sicht der Polizeien war der Jahreswechsel friedlicher als auch schon.

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Hunderttausende haben in der Schweiz den Jahreswechsel gefeiert. (Symbolbild) (Bild: Keystone)

Hunderttausende haben in der Schweiz den Jahreswechsel gefeiert. (Symbolbild) (Bild: Keystone)

In Zürich beobachtete eine riesige Menge das bombastische, 20-minütige Feuerwerk am «Silvesterzauber» der Zürcher Hoteliers. Rund ums Seebecken drängten sich mehrere zehntausend (Polizeiangaben) bis gegen 200'000 (Organisatoren) Menschen.

Aus polizeilicher Sicht verlief der «Silvesterzauber» grösstenteils problemlos, wie die Stadtpolizei am Mittwoch mitteilte. Zwei Personen wurden verletzt: Ein Fahrgast griff einen Busfahrer der Stadtzürcher Verkehrsbetriebe an und verprügelte ihn.

Beim Bahnhof Stadelhofen wurde ein Mann am Kopf verletzt, weil jemand in der Menschenmenge, die auf das grosse Feuerwerk wartete, trotz Verbots mehrere Feuerwerkskörper gezündet hatte.

Feuerwerk in Basel (Bild: Keystone)
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In Basel gab es ein fulminantes Feuerwerk zu bestaunen. (Bild: Keystone)
Silvesterabend in Basel (Bild: Keystone)
Feuerwerk über dem Rhein in Basel (Bild: Keystone)
Neujahrszauber in Luzern. (Bild: Keystone)
Feuerwerk in Veyvey (Bild: Keystone)
Feiernde in Veyvey (Bild: Keystone)
Feierlaune in Veyvey am Silvesterabend (Bild: Keystone)
Romantisch wird das Neue Jahr 2014 in Veyvey begrüsst. (Bild: Keystone)
Champagner in Strömen gab es in Zermatt. (Bild: Keystone)
Feierstimmung auch in Zermatt. (Bild: Keystone)
Zermatt (Bild: Keystone)
Champagner-Flaschen in einer Eisbar in Zermatt. (Bild: Keystone)
Bild: Keystone
Feuerwerk über Zermatt. (Bild: Keystone)
Die Polizei sorgt in Zermatt für Ruhe und Ordnung. (Bild: Keystone)
Feiernde in Zermatt. (Bild: Keystone)
Silvester in Zermatt (Bild: Keystone)
Feierlaune in Zermatt (Bild: Keystone)

Feuerwerk in Basel (Bild: Keystone)

Spektakel und Gottesdienst in Basel

In Basel kam die Bevölkerung in der Silvesternacht bereits zum 14. Mal in den Genuss eines Feuerwerks. Zehntausende verfolgten das Spektakel mit, wie das Justiz- und Sicherheitsdepartement mitteilte.

Finanziert wurde das Spektakel von Privaten sowie vom Swisslos-Fonds Basel-Stadt. Die Organisatoren des Feuerwerks kredenzten der Bevölkerung kostenlos Glühwein. Besinnlicher ging es auf dem Münsterplatz zu, wo mit dem Stadtposaunenchor gefeiert wurde. Kurz nach Mitternacht fand im Münster ein kurzer Gottesdienst statt.Für die Polizei- und Rettungsdienste der Stadt Basel bewegte sich die Zahl der Einsätze im Vergleich mit früheren Jahren laut einer Mitteilung im normalen Rahmen. Insgesamt 190 Notrufe gingen auf der Einsatzzentrale ein. Sanitäter hatten rund 50 Einsätze zu leisten, die Hälfte davon wegen Alkoholkonsums.

Bern: Viel Arbeit für Polizei - ruhige Nacht für Inselspital

In Bern hatten die Sicherheitskräfte wegen Streitereien und Sachbeschädigungen alle Hände voll zu tun. Bei der Kantonspolizei gingen in der Nacht knapp 200 Meldungen ein, wie sie mitteilte. In mehreren Fällen wurde die Polizei gerufen, weil Unbekannte Feuerwerkskörper gegen andere Personen abfeuerten.

In der Stadt Bern wurden drei 19-Jährige vorübergehend festgenommen, nachdem sie mit einer Gasdruckpistole auf ein vorbeifahrendes Tram von Bernmobil geschossen hatten. Obwohl sich im Tram Fahrgäste aufhielten, wurde niemand verletzt.

Das Berner Inselspital hingegen vermeldete eine vergleichsweise ruhige Silvesternacht. Die Zahl der in den Notfallstationen behandelten Kinder und Jugendlichen war rund halb so hoch wie vor einem Jahr, und es mussten keine betrunkenen Jugendlichen betreut werden.

Finnischer Brauch in Genf

Die Stadt Genf hatte für den Jahreswechsel zu einer musikalischen Soirée auf der Plaine de Plainpalais geladen. Bis spät in die Nacht waren zudem die Bahnen eines Luna-Parks in Betrieb.

Rund 60 Hartgesottene stiegen zudem am Neujahrsmorgen in den 7 Grad kalten Genfersee, bei Sonnenschein und einer Lufttemperatur von 8 Grad. Beim Bad im eiskalten Wasser prosteten sie sich zu und wünschten sich Glück im 2014. Nach Genf gebracht wurde dieser seit 20 Jahren praktizierte Neujahrsbrauch von einem Finnen.

In St. Gallen trafen sich nach Polizeiangaben mehrere tausend Feiernde bei schöner Stimmung auf dem Klosterplatz. Nur wenige Unverbesserliche hielten sich nicht ans Feuerwerkverbot. Vier Personen wurden deshalb angezeigt.

Die Bündner Kantonspolizei hatte wegen Nachtruhestörungen, Streitereien, Schlägereien in der Silvesternacht rund 80 Einsätze zu leisten, wie sie mitteilte. In Arosa GR verletzte sich eine Frau beim Abbrennen einer Rakete an der Hand. Unvorsichtiger Umgang mit Feuerwerk führte in Schmitten GR im Albulatal zu einem Hausbrand.

Neujahrsfeuerwerk über Luzerns Seebecken

In Luzern stieg das Feuerwerk zum Jahreswechsel am Abend des Neujahrstages. Untermalt wurde der Luzerner «Neujahrszauber» von klassischer Musik und Pop-Songs. Eine Viertelstunde lang erstrahlte das Seebecken in bunten Farben. Das Spektakel findet seit 2008 statt und wird von Hoteliers, dem KKL und von Luzern Tourismus gesponsert.

Am Vortag hatten sich wagemutige Rettungsschwimmerinnen und -schwimmer zum traditionellen Silvesterschwimmen in die Reuss gewagt. 25 Personen stürzten sich am Nachmittag von der Luzerner Seebrücke ins kalte Nass.

sda