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Jeder zweite Velofahrer trägt einen Helm

Die Beratungsstelle des Bundes sieht Fortschritte bei der Verkehrssicherheit – vor allem bei den Velofahrern. Direktorin Brigitte Buhmann sieht aber noch Potenzial. Zum Beispiel bei den Motorradfahrern.
Balz Bruder
Velofahrer am Limmatquai in Zürich. (Bild: Christian Beutler/Keystone; 10. April 2017)

Velofahrer am Limmatquai in Zürich. (Bild: Christian Beutler/Keystone; 10. April 2017)

Sie nehmen es genau. Jahr für Jahr. In den unterschiedlichsten Disziplinen. Die Fachleute der Beratungsstelle für Unfallverhütung (BfU) zählen, wie viele Rollerfahrer einen Helm tragen, wie es sich mit der Gurtentragpflicht und dem «Licht am Tag» verhält – und wie viele Velofahrer einen Helm auf dem Kopf haben.

Von dieser Front gibt es Erfreuliches zu berichten: Erstmals seit Beginn der jährlichen BfU-Erhebungen im Jahr 1998 ist bei den Velohelmen die 50-Prozent-Marke erreicht worden. Demnach trägt jeder zweite Velofahrer ­einen Helm. Allerdings gibt es grosse Unterschiede je nach Fahrtzweck. So beträgt die Helmtragquote bei Freizeitfahrten 55 Prozent, auf dem Schulweg 43 Prozent, auf dem Arbeitsweg 37 Prozent, bei der Fahrt zum Einkaufen nur noch 22 Prozent. Auf schnellen E-Bikes – Tretunterstützung über 25 und bis zu 45 km/h – ist der Velohelm zwar obligatorisch, allerdings halten sich nur 87 Prozent der Benutzer daran, wie das BfU festhält. Auf langsameren E-Bikes beträgt die Helmtragquote gar bloss 67 Prozent.

Wunder Punkt ­ bei den Rollerfahrern

Für BfU-Direktorin Brigitte Buhmann ist die Sicherheit von Velofahren ein zentrales Anliegen, wie sie auf Anfrage betont. Gerade, weil der Langsamverkehr (Velo, Fussgänger) in den vergangenen Jahren weniger von den Verbesserungen bei der Verkehrssicherheit profitiert habe als der motorisierte Verkehr. Sie sagt darum zu den neuesten BfU-Erhebungen: «Dass die Velohelm-Tragquote erstmals 50 Prozent beträgt, ist ein Erfolg, aber das Sicherheitspotenzial ist noch nicht ausgeschöpft. Noch viel mehr Menschen könnten selbst etwas für ihre Sicherheit tun.» Das stimmt – trotzdem steht es besser als auch schon mit der Disziplin der Verkehrsteilnehmer in der Schweiz. Ein wunder Punkt ist gemäss den Erhebungen der BfU das Verhalten der Rollerfahrer. Sie tragen bemerkenswert wenig Schutzausrüstung, insbesondere wenn man sie mit Töfffahrern vergleicht: Gemäss den BfU-Zahlen 2018 fahren nur 42 Prozent der Rollerfahrer mit Handschuhen – gegenüber 92 Prozent bei den Töfffahrern. Noch augenfälliger ist der Unterschied, wenn es um Schutzjacken geht: Während 89 Prozent der Töfffahrer sich mit einer Jacke aus Leder oder abriebfestem Material schützen, sind es bei den Rollerfahrern 23 Prozent. Immerhin: Einen Helm tragen fast alle.

Das Risiko, sich bei einem Unfall schwer zu verletzen, ist für Rollerfahrer laut BfU nicht zu unterschätzen: «Bei einem Sturz sind die Folgen für Roller- und Töfffahrer dieselben, in beiden Fällen droht der direkte Kontakt des Körpers mit der Strasse», erklärt der BfU-Motorradexperte Christoph Jöhr. Und: «Das Verletzungsrisiko ist hoch, weil das Fahrzeug keinerlei Schutz bietet.»

Hohe Quoten weist das BfU beim Anschnallen und beim Einschalten der Fahrzeuglichter am Tag aus: Den Sicherheitsgurt tragen 95 Prozent der Autofahrer und 94 Prozent ihrer Beifahrer. Die Werte variieren allerdings je nach Art der Strasse leicht: Auf Autobahnen sind 98 Prozent der Lenker angeschnallt, ausserorts 95 Prozent, innerorts 94  Prozent.

«Licht am Tag» schliesslich ist in der Schweiz seit 2014 für alle Motorfahrzeuge obligatorisch. Die BfU-Erhebungen zeigen, dass 97 Prozent der Strassenbenutzer dies befolgen. Gemäss Bundesamt für Strassen (Astra) hat die Massnahme allein in den Jahren 2014 und 2015 jeweils 110 schwere Unfallverletzungen verhindert.

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