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KAMPFJET-UNGLÜCK: F/A-18-Absturz: Hinweise auf falsche Höhenangaben?

Beim F/A-18-Absturz im Sustengebiet gibt es Hinweise auf Fehler bei der Flugsicherung. Das haben Recherchen von «10vor10» ergeben. Dem Jet-Piloten wurde offenbar eine falsche Höhenangabe mitgeteilt. Als der Fehler bemerkt wurde, war es bereits zu spät.
Die geschwärzte Absturzstelle an einer Felswand im Sustengebiet. (Bild: Keystone / Alexandra Wey)

Die geschwärzte Absturzstelle an einer Felswand im Sustengebiet. (Bild: Keystone / Alexandra Wey)

Offenbar erhielt der Anfang Woche im Sustengebiet abgestürzte Kampfjetpilot falsche Höhenangaben von der Flugsicherung. Gemäss Recherchen von «10vor10» habe es Probleme bei der Kommunikation zwischen dem Piloten und der Flugüberwachung in Meiringen gegeben. Das hätten gut informierte Quellen bestätigt.

Die Maschine habe sich nach dem Start im Steigflug befunden. Nach wenigen Minuten habe der Pilot über Funk bestätigt, dass alles in Ordnung sei – kurz darauf ist der Kontakt abgebrochen. Das Flugzeug sei viel zu tief geflogen. Es hätte mehrere hundert Meter höher über die Unglückstelle, den Grat am Hinter Tierberg, fliegen müssen. Als der Fehler bemerkt wurde, war es schon zu spät.

Tobias Kühne, Sprecher der Militärjustiz, sagt dazu gegebüber SRF: «Die Luftraumüberwachung ist selbstverständlich Gegenstand der Untersuchung. Derzeit ermitteln wir noch in der gesamten Breite. Die Flugüberwachung ist dabei ein Element. Das Bild muss vollständig sein, bevor wir erste Erkenntnisse kommunizieren, um eine geregelte Untersuchung zu führen.»

Umfangreiche Daten zum Flug sichergestellt

Zuständig für die militärische Flugsicherung in Meiringen ist die Firma Skyguide. Bei ihr seien umfangreiche Daten sichergestellt worden, etwa die Aufzeichnungen von Radar und Funk. Das gehöre zum Standardprozedere der Militärjustiz. Ihre Ermittler hätten aber noch nicht alle Skyguide-Mitarbeiter befragen können. Es gelte die Unschuldsvermutung.

Zu den möglicherweise falschen Angaben der Flugsicherung äussere sich Skyguide nicht und verweise auf das laufende Verfahren. Skyguide-Mediensprecher Roger Gaberell betont jedoch gegenüber SRF, alle Mitarbeitenden seien vom tödlichen Unfall sehr betroffen.

Der Unfall ereignete sich am Montagnachmittag. Der einsitzige Kampfjet war um 16 Uhr vom Militärflugplatz Meiringen zu einem Trainingsflug gestartet. Kurz nach dem Start brach der Funkkontakt zur Zentrale ab. Am Dienstag um die Mittagszeit konnte das Flugzeugwrack im Gebiet Hinter-Tierberg lokalisiert werden. Einen Tag später wurde der Berufsmilitärpilot an der Absturzstelle identifiziert. Beim Opfer handelt es sich um einen 27-jährigen Piloten der Schweizer Luftwaffe.

Die Absturzstelle liegt auf über 3000 Metern über Meer in einem Bergkessel mit Schnee- und Gletscherflächen und steilen Felswänden.

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Der schwarze Fleck am Felsen zeugt vom Aufprall des 27-jährigen Piloten. (Bild: ALEXANDRA WEY)
Die Unfallstelle in felsigem Gebiet der abgestürzten F/A-18 auf dem Sustenpass. Der Berufsmilitärpilot wurde am Mittwochmorgen (31. August) an der Absturzstelle identifiziert. (Bild: ALEXANDRA WEY)
Die Fahnen auf dem Militärflugplatz in Meiringen stehen am 31. August 2016 auf Halbmast. Beim Absturz eines F/A-18-Kampfjets im Sustengebiet ist der Pilot ums Leben gekommen. (Bild: ALEXANDRA WEY)
Blick aus dem Militär-Helikopter in Richtung Sustenpass, wo der F/A-18-Kampfjet des 27-jährigen Schweizers abgestürzt ist. (Bild: ALEXANDRA WEY)
Ein Militär-Pilot auf dem Flug zu der Unfallstelle der abgestürzten F/A-18 auf dem Sustenpass. (Bild: ALEXANDRA WEY)
Bundesrat und Verteidigungsminister Guy Parmelin äussert sich anlässlich der ordentlichen Sitzung "extra muros" des Bundesrates zum abgestürzten F/A-18-Kampfjet. (Bild: GIAN EHRENZELLER)
Bundesrat und Verteidigungsminister Guy Parmelin «ist traurig» über den Absturz. (Bild: GIAN EHRENZELLER)
Pierre de Goumoens, Kommandant der Luftwaffe, spricht anlaesslich der Medienkonferenz zum abgestuerzten Armee Fluegzeug, fotografiert am Dienstag, 30. August 2016, im Bundeshaus Medienzentrum in Bern. Der seit Montagnachmittag im Sustengebiet vermisste F/A-18-Kampfjet ist abgestuerzt. Er konnte am Dienstagmittag ausfindig gemacht werden. Noch vermisst wird allerdings der Pilot des Einsitzers. Das teilte das Verteidigungsdepartement per Communique mit. Nach dem Piloten werde weiter mit Hochdruck gesucht. Das Wrack der F/A-18 sei von einem Helikopter aus gesichtet worden. (KEYSTONE/Manuel Lopez) (Bild: MANUEL LOPEZ)
Pierre de Goumoens, Kommandant der Luftwaffe, spricht anlässlich der Medienkonferenz zum abgestürzten Armeeflugzeug. (Bild: MANUEL LOPEZ)
Jürg Nussbaum, Chef Kommunikation der Luftwaffe, spricht an der Medienkonferenz zum abgestürzten Armeeflugzeug. (Bild: MANUEL LOPEZ)
Pierre de Goumoens, Komandant der Luftwaffe, Jürg Nussbaum, Chef Kommunikation der Luftwaffe, und Felix Stoffel, Chef Berufsfliegerkorps äussern sich an der Medienkonferenz vom 30. August – ein Tag nach dem Unglück. (Bild: MANUEL LOPEZ)
30. August: Armeesprecher Daniel Reist gibt den Medien auf dem Flugplatz in Meiringen Auskunft zum Unglück. (Bild: ALEXANDRA WEY)
30. August: Nachdem am Montag die Suche nach dem Kampfjet und dessen Piloten abgebrochen werden musste, besserte sich am Dienstag das Wetter wieder. (Bild: ALEXANDRA WEY)
Seit dem frühen Dienstagmorgen waren dank der Wetterbesserung drei Helikopter und Suchtrupps zu Fuss im Dauereinsatz. (Bild: ALEXANDRA WEY)
Das Suchgebiet – hier haben die Suchtrupps nach dem Piloten und seiner Maschine gesucht. (Bild: ALEXANDRA WEY)
Seit dem frühen Dienstagmorgen waren hier dank dem besseren Wetter drei Helikopter und Suchtrupps zu Fuss im Dauereinsatz. (Bild: ALEXANDRA WEY)
Ein Helikopter sucht am Dienstag im Gebiet Sustenpass nach der vermissten F/A-18. (Bild: ALEXANDRA WEY)
Ein Helikopter sucht am Dienstag (30. August) im Gebiet Sustenpass nach der vermissten F/A-18. (Bild: ALEXANDRA WEY)
29. August: Schlechtes Wetter in Richtung Sustenpass in Meiringen. Die Suchaktion musste aufgrund der schlechten Sicht abgebrochen werden. (Bild: Keystone)
29. August: Schlechtes Wetter in Richtung Sustenpass in Meiringen. Die Suchaktion musste aufgrund der schlechten Sicht abgebrochen werden. (Bild: Keystone)
29. August: Schlechtes Wetter in Richtung Sustenpass in Meiringen. Die Suchaktion musste aufgrund der schlechten Sicht abgebrochen werden. (Bild: Keystone)
29. August: Aldo C. Schellenberg, Kommandant der Luftwaffe, und Pierre de Goumoens, ZSO Kommandant Luftwaffe, von rechts, informieren über das Verschwinden des F/A-18 Flugzeugs der Armee im Sustengebiet. (Bild: LUKAS LEHMANN)
29. August: Aldo C. Schellenberg, Kommandant der Luftwaffe, gibt Medien Auskunft. (Bild: LUKAS LEHMANN)
Aldo C. Schellenberg, Kommandant der Luftwaffe an der Medienkonferenz am Unglückstag (29. August). (Bild: LUKAS LEHMANN)
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F/A-18 im Sustengebiet abgestürzt

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