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Kantonsgericht in Lausanne bestätigt Strafe für Familienvater

Der Vater einer Waadtländer Grossfamilie, der seine acht Kinder elf Jahre lang geschlagen und missbraucht hat, muss für 18 Jahre hinter Gitter. Das Waadtländer Kantonsgericht hat seine Verurteilung am Montag bestätigt.
Das Waadtländer Kantonsgericht an der Route du Signal 8 in Lausanne, aufgenommen am 5. September 2017. (Bild: Christian Merz/Keystone)

Das Waadtländer Kantonsgericht an der Route du Signal 8 in Lausanne, aufgenommen am 5. September 2017. (Bild: Christian Merz/Keystone)

(sda) Der Vater war im März in Yverdon-les-Bains VD erstinstanzlich verurteilt worden. Er wurde wegen Inzest, Vergewaltigung, sexueller Nötigung, Pornografie, Körperverletzung und Verletzung von Erziehungspflichten schuldig gesprochen.

Der 42-jährige Mann erhob Beschwerde gegen das Urteil. Die Berufungskammer des Kantonsgerichts bestätigte nun aber den Schuldspruch. Geständnisse, die der Mann ablegte, änderten an der erneuten Verurteilung nichts, trotz der Forderung der Verteidigung, das Gestandene zu untersuchen.

"Ich habe genug von alldem, ich mag nicht mehr kämpfen und habe keine Lust mehr, zu leben", sagte der Angeklagte selbst. Er ist wegen eines intellektuellen Rückstands seit seinem 20. Geburtstag IV-Rentner. Ob er die Wahrheit sage oder nicht, man glaube ihm nicht. Er ziehe es deshalb vor, "all das zu gestehen".

Die gleichaltrige Ehefrau des Mannes war in erster Instanz zu einer teilbedingten Freiheitsstrafe von drei Jahren verurteilt worden, wegen Komplizenschaft und weil auch sie die Kinder schwer geschlagen hatte. Sie hatte das Urteil akzeptiert.

Der Fall der Grossfamilie löste in der Westschweiz Empörung aus, auch weil die Kinder seit 1997 von der Waadtländer Jugendschutzbehörde begleitet wurden. Diese erkannte trotz Fremdplatzierungen und Begleitungen das Ausmass des Falls nicht.

Die Waadtländer Regierung kündigte nach der Eröffnung des erstinstanzlichen Urteils eine externe Untersuchung zur Rolle der Jugendschutzbehörde an. Nach dem diese gravierende Mängel festgestellt hatte, räumte der Leiter des Jugendschutzes den Posten.

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