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«Kein Redetalent, aber ein Chrampfer»: So reagiert die Schweiz auf die Rücktritts-Ankündigung Schneider-Ammanns

Die Schweizer Presselandschaft anerkennt die Leistungen Schneider-Ammanns, Lobeshymnen sucht man allerdings vergebens.
Tim Naef
(Bild: Keystone)

(Bild: Keystone)

Noch am Montag twitterte Bundesrat Johann Schneider-Ammann, er sei bis 2019 gewählt. 18 Stunden später sah alles ganz anders aus:

Die Reaktionen im Netz

Die FDP, Schneider-Ammanns Partei, bedankt sich bei ihrem Bundesrat und hat natürlich nur lobende Worte parat.

FDP-Präsidentin Petra Gössi schloss sich dem Dank an:

Lucas Zurkirchen und Ramon Bisang von den Jungfreisinnigen Luzern dankten Schneider-Ammann für seinen «unermüdlichen Einsatz». Bisang nannte Schneider-Ammann einen der «unterbewertesten Bundesräte der FDP».

Bei der CVP, der zweitgrössten Mitte-Partei, ging es eher nüchtern zu und her.

Die SP würdigt Schneider-Ammann als «Verfechter der Berufsbildung und des dualen Bildungssystems».

Während sich die SVP noch nicht öffentlich zur Rücktritts-Ankündigung geäussert hat, fordern die Grünen eine Frau als Nachfolger.

Zum Rücktritt Schneider-Ammanns hat der Bund Schweizerischer Frauenorganisationen eine schlichte Frage: «Welche Frau folgt?»

Lob für den abtretenden Bundesrat kommt auch aus dem Ausland. Etwa vom ehemaligen deutsche Vizekanzler Philipp Rösler (Freie Demokratische Partei Deutschland):

Im Internet verewigt hat sich Johann Schneider-Ammann mit einer Rede, die er 2016 anlässlich zum Tag der Kranken auf Französisch hielt. Sein Ausspruch «Rire, c'est bon pour la santé» hat in Talkshows weltweit die Runde gemacht:

Schneider-Ammann nimmt's mit Humor. Daran erinnert Journalist Darius Rochebin mit einem Tweet. «Das Bonmot ist mein Markenzeichen», sagt der Bundesrat im eingebundenen Interview und schmunzelt.

Presseschau:

Die Schweizer Presselandschaft ist sich über die Leistung Schneider-Ammans einig: In seiner achtjährigen Amtszeit kann er durchaus seine Erfolge vorweisen. Bei seinen Reden und Auftritten wirkte er aber zusehends müde und erschöpft.

Neue Zürcher Zeitung

«Er war nie schillernd. Er hatte kein Redetalent. Trotzdem verzeichnete er als Bundesrat Erfolge. »

Tagesanzeiger

«Er «chrampfte» sich zum Erfolg - Johann Schneider-Ammann hat einiges für den Stadort Schweiz erreicht. Grosse Spuren hinterlässt er trotzdem nicht.»

Watson

«Schneider-Ammann war ein Chrampfer, der fragwürdige Entscheide traf - Er war ein Getriebener. Dem Wohlstand und den Arbeitsplätzen in der Schweiz ordnete er alles unter. Dabei traf er auch fragwürdige Entscheide.»

Blick

«Johann Schneider-Ammann machte einen guten Job. Er setzte sich immer für die KMUs ein. In der jüngsten Vergangenheit wirkte er in der Öffentlichkeit allerdings müde, fast schon behäbig.»

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