Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Konto per E-Mail erhalten.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Kinderpotenzial

Bürokratisch

Es ist in dieser Rubrik zuweilen auf sprachliche Verirrungen unserer Beamtenschaft in Bundesbern hingewiesen worden. Dabei mag der Eindruck entstanden sein, die eidgenössischen Bürokraten seien die bürokratischsten im Land. Der Eindruck ist falsch, wie eine Lektüre der NZZ diese Woche ergibt. In einem Bericht über das städtische Wohnungswesen hat uns ein Mediensprecher des stadtzürcherischen Liegenschaftsamtes – ja, so eine Stelle gibt es im monströsen Verwaltungsapparat der Limmatstadt – dort mit dem Begriff «Kinderpotenzial» erfreut. Konkret, so der Sprecher, habe das fehlende Kinderpotenzial zweier männlicher Studenten nicht zum «Mietersuchprofil» der Stadt gepasst, weshalb man eine Wohnung nicht an diese Herren habe vermieten können. Die biologischen Grundkenntnisse der Liegenschaftsbeamtenschaft sind beeindruckend. Wir fragen uns allerdings, wie seitens der Behörden das Kinderpotenzial einer gemischtgeschlechtlichen Studenten-WG beurteilt wird. Grundsätzlich vorhanden (reicht für eine 3-Zimmer-Wohnung)? Oder sogar enorm (reicht für eine 5-Zimmer-Loge mit präventiver Anmeldung bei der Kita)? Ferner wäre es von Interesse, wie die Beamten im Zweifelsfall das Kinderpotenzial ergründen: Per Formular? Oder vermittels eines amtlich überwachten Wohnungssuch-Beischlafs, einer so genannten Kinderpotenzialanalyse also? Keine Frage: Die Zürcher Wohnungsbürokratie ist ausbaufähig. (pho)

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.