KIRCHE: Löhne der Bischöfe klaffen weit auseinander

Während der Basler Bischof Felix Gmür 170'000 Franken pro Jahr verdient, ist das Salär seines Amtskollegen in Chur nur rund halb so hoch. Das sei in Ordnung so, findet man im Bistum Basel.

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Bischof Gmür verdient rund 170'000 Franken. (Archivbild Neue LZ)

Bischof Gmür verdient rund 170'000 Franken. (Archivbild Neue LZ)

red. Gleicher Job, gleiches Salär? Diese Formel trifft nicht nur in der Privatwirtschaft des Öfteren nicht zu. Auch in der Kirche sind die Lohnunterschiede überraschend gross. Während der 47-jährige Basler Bischof Felix Gmür 170 000 Franken im Jahr verdient, kommt sein Amtskollege Vitus Huonder (71), Bischof von Chur, auf ein Jahreseinkommen von gerade mal 95 000 Franken. Beim Bistum Basel verteidigt man das Salär des Bischofs. Dieses sei «in Ordnung so», wie Bistumssprecherin Adrienne Suvada auf Anfrage sagt. «Im Vergleich zu anderen Branchen ist es sogar eher gering.» Hinzu komme, dass das Bistum Basel grösser sei als jenes in Chur und so der Aufwand und die Verantwortung des Bischofs auch entsprechend grösser seien.

So viel verdienen die verschiedenen Kirchenangestellten im Kanton Luzern. Quelle: Römisch-katholische Landeskirche des Kantons Luzern. (Bild: Grafik: Oliver Marx)

So viel verdienen die verschiedenen Kirchenangestellten im Kanton Luzern. Quelle: Römisch-katholische Landeskirche des Kantons Luzern. (Bild: Grafik: Oliver Marx)

Löhne bis weit über 200 000 Franken

Im Bistum Chur kommentiert man dies nicht. Übermässig hohen Vergütungen für Kirchenpersonal steht man aber grundsätzlich skeptisch gegenüber. Der regionale Generalvikar in Zürich beispielsweise ist laut Giuseppe Gracia, Sprecher des Bistums Chur, in der Lohnklasse 25 eingeteilt, welche Löhne von 141 000 bis 213 000 Franken vorsieht. «In Zürich bezeichnet man diese hohen Löhne als marktgerecht», sagt Gracia. «Dies ist aber keine kirchliche Kategorie und nicht unsere Meinung.»