Wer sich klimaschädlich verhält, soll dafür zahlen. Auch auf importierte Waren soll eine CO2-Abgabe erhoben werden, verlangt Mitte-Präsident Gerhard Pfister. Ist das «Protektionismus im grünen Mäntelchen», wie Kritiker sagen?
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«Radikal» ist eigentlich kein Wort, das zu Mitte-Präsident Gerhard Pfister passt. Doch sein jüngster Vorstoss in der Klimapolitik hat es in sich. Er will das CO2-Gesetz neu schreiben - und eine Lenkungsabgabe sowie eine Art Klimazoll einführen. Genauer: Alle Treibhausgasemissionen im Inland sollen gemäss Verursacherprinzip mit einer Abgabe belegt werden. Diese soll so hoch sein, dass die Emissionen wie gewünscht sinken. Klimaschädliche Güter wie beispielsweise Benzin oder Stahl würden also teurer, damit der Verbrauch sinkt. Betroffen wären auch alle Flüge, die in der Schweiz starten.