KLIMAWANDEL: Junge Grüne fordern Kantone zum Handeln auf

Pünktlich zur Präsentation des neuen Weltklimaberichts starten die Jungen Grünen eine «Vorstoss-Flut» in den Kantonen.

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August 2005 am Quai in Luzern: Wo sonst Autos verkehren, sind auf einmal Botte unterwegs. (Bild Fabienne Arnet)

August 2005 am Quai in Luzern: Wo sonst Autos verkehren, sind auf einmal Botte unterwegs. (Bild Fabienne Arnet)

Am Sonntag wird in Berlin der dritte Teil des neuen Weltklimaberichts vorgestellt. Er wird konkrete Massnahmen empfehlen, um den Klimawandel noch zu bremsen. Dies nehmen Kantonsparlamentarier der Jungen Grünen und der Grünen Partei zum Anlass, in fast allen Kantonen einen gleichlautenden Vorstoss einzureichen. Dieser fordert die Regierungen auf, die regionalen Auswirkungen des Klimawandels und Massnahmen dagegen aufzuzeigen. So sollen die Kantone darlegen, welche Kosten ihnen durch den Klimawandel entstehen.

Unterschiedliche Probleme

«In den Bergkantonen kommt es bereits heute vermehrt zu Erdrutschen und Felsstürzen», sagt Andreas Lustenberger, Präsident der Jungen Grünen, die hinter dieser «Vorstoss-Flut» stecken. «Es ist höchste Zeit, dass die Kantone aktiv werden.» Aufgrund der unterschiedlichen Topografie müssten sich Kantone auf unterschiedliche Herausforderungen einstellen – die einen werden mehr Hochwasser erleben, die anderen unter Trockenheit leiden. Der Vorstoss soll deshalb auch dazu dienen, konkrete Projekte aufzugleisen: «Wenn wir genauer wissen, welche Risiken und Kosten auf die einzelnen Kantone zukommen, können wir massgeschneiderte Lösungen aufgleisen», sagt Lustenberger.