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KOMATRINKEN: BAG-Chef warnt: «Wir kommen in Teufels Küche»

Pascal Strupler schlägt Alarm: Sollte die Behandlung einer Alkoholvergiftung privat bezahlt werden müssen, hätte dies dramatische Folgen.

red. Pascal Strupler stellt sich gegen die Pläne der nationalrätlichen Gesundheitskommission, Komatrinker für Spitalaufenthalte selbst bezahlen zu lassen. «Wir kommen in Teufels Küche, wenn wir diesen Weg gehen», sagt der Direktor des Bundesamts für Gesundheit (BAG) im Interview mit der «Zentralschweiz am Sonntag». «Wenn Komatrinker für ihr Verhalten sanktioniert werden, stellt sich die Frage, ob dies nicht auch für Übergewichtige oder Raucher gelten müsste.» So werde das Solidaritätsprinzip aufgebrochen. Er stellt sich hinter die Jugendverbände, welche kritisiert hatten, dass das Parlament mit dem Leben der Jugendlichen spiele. Auch Strupler sagt: «Die Regelung könnte dazu führen, dass betrunkene Jugendliche aus Furcht vor den hohen Kosten nicht mehr ins Spital gehen oder gebracht werden. Da drohen schlimme gesundheitliche Folgen und unter dem Strich auch viel höhere Kosten.»

Bund plant Masern-Kampagne

Im Interview kündigt Strupler zudem für Oktober eine nationale Masernkampagne an. Plakate und Werbespots sollen die Bevölkerung sensibilisieren und dazu führen, das sich mehr Schweizer gegen Masern impfen lassen. Für die 6 Millionen Franken teure Kampagne konnte der Bund Prominente aus Kultur und Sport gewinnen.

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