Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

KOMMENTAR: Kostenwachstum im Gesundheitswesen: Patienten sind gefordert

Balz Bruder über Rezepte gegen den Anstieg der Gesundheitskosten.
Balz Bruder

Balz Bruder

Wenn es darum geht, die Kostendynamik im Gesundheitswesen zu brechen, haben wir das wirksamste Mittel selber in der Hand. Jeder einzelne von uns, jeden Tag. Indem wir uns so verhalten, dass wir unsere Gesundheit durch einen adäquaten Lebensstil erhalten statt gefährden. Und so dafür sorgen, dass weniger repariert werden muss. Das ist erstens einfacher, zweitens günstiger.

Die Realität sieht anders aus. Das Kurieren liegt uns offensichtlich näher als das Vorsorgen. Eine Tatsache, die sich auch in den unterschiedlichen Budgets für die präventive und kurative Medizin niederschlägt. Doch das ist nur die eine Seite. Die andere: Das Flicken ist für jene, die das Werkzeug in Praxen und Spitälern in der Hand haben, lukrativer als das Vermeiden von Reparaturen.

Dass der Direktor von Gesundheitsförderung Schweiz vor diesem Hintergrund laut über neue Wege nachdenkt, die Prävention zu stärken und das System zu entlasten, ist begrüssenswert. Es ist unbestritten, dass heute zu viel und zu viel Unnötiges therapiert wird. Und es ist ebenso unstrittig, dass wir Patienten selber wesentliche Tatbeiträge leisten könnten, um das Wachstum von Menge und Kosten einzudämmen.

Eine Absage verdient allerdings die Idee des Gesundheitsförderers, neue Abgeltungen für die Leistungserbringer einzuführen. Jedenfalls ist nicht einsehbar, weshalb Ärzte dafür belohnt werden sollten, ihre Kunden auf gesundheitsbewusstes Verhalten hinzuweisen. Anreize brauchen vielmehr wir Patienten – zum Beispiel durch höhere Franchisen bei den Krankenkassenprämien. Wenn etwas funktioniert, dann die Eigenverantwortung über das Portemonnaie.

Balz Bruder

balz.bruder@luzernerzeitung.ch

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.