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Krankenkassenprämien: Tatbeweis steht noch aus

Blattmacher Balz Bruder zum Anstieg der Krankenkassenprämien.
Balz Bruder
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Das Wichtigste vorweg: Wir haben hierzulande ein Gesundheitswesen, das für alle zugänglich ist und in aller Regel Leistungen in guter Qualität erbringt. Wir bezahlen die Gesundheit – vor allem wenn es ums Reparieren geht – dafür umso teurer. Nicht nur als Prämien-, sondern auch als Steuerzahler. Das Wachstum der Prämien liegt seit zwei Jahrzehnten über jenem der Gesundheitskosten. Das ist alarmierend genug, auch wenn der «Prämienschock» 2018 etwas moderater ausfällt.

Die entscheidende Frage ist die: Wollen wir die Kosten dämpfen, damit Prämien- und Steuerlast nicht ins Unermessliche wachsen? Oder akzeptieren wir, dass uns die Gesundheit immer mehr kostet – und immer mehr Ver­sicherte Prämienverbilligungen beanspruchen? Schon aus staatspolitischer Verantwortung gibt es nur eins: sparen, wo es nötig und möglich ist, ohne den Versorgungsauftrag zu gefährden. Dabei stehen alle in der Pflicht – Patienten und Dienstleister, für die das Gesundheitswesen nicht länger ein Selbst­bedienungsladen sein darf.

Deshalb müssen die Fehlan­reize für möglichst viele und möglichst teure Behandlungen beseitigt werden. Der umstrittene Eingriff in den Ärztetarif ist ein erster Schritt. Gleichzeitig braucht es eine einheitliche Finanzierung von ambulanten und stationären Leistungen – sonst wird nicht gemacht, was sinnvoll ist, sondern was sich besser rechnet. Der Tatbeweis ist von den Tarifpartnern – Leistungserbringern und Versicherern – zu erbringen. Sonst wird die Politik am Ende schwer Verdauliches verordnen. Etwa so wie bei den Prämienverbilligungen, wo sich die Kantone landauf, landab gesundsparen.

Balz Bruder

balz.bruder@luzernerzeitung.ch

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