KRAWALLE UND ABSTIMMUNGEN: Wechselvolle Geschichte

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Die Unruhen der 1980er Nach den Globus-Krawallen in Zürich (Bild) verlangen Jugendliche auch in Bern ein autonomes Jugendzentrum. Dabei kommt es zu gewaltsamen Demonstrationen und Dutzenden Verhaftungen. 1981 wird die Reit­halle erstmals besetzt. Die Polizei räumt das Gebäude.

Der heisse Herbst 1987 Im Mai 1987 wird die Reithalle erneut besetzt, ab Oktober finden Kundgebungen statt. Die bürgerliche Stadtregierung lässt im November das besetzte Gaswerkareal «Zaffaraya» räumen. Nach Grossdemonstrationen (Bild) bietet die Stadt die Reithalle provisorisch als Jugendzentrum an.

Legalisierung in den 1990ern Eine Initiative zum Abbruch der Reithalle lehnen die Berner 1990 ab. 1992 übernimmt Mitte-Links die Regierungsmehrheit. Die Stadt lässt die Reithalle für 13 Millionen Franken bis 2004 renovieren und schliesst mit den Betreibern einen Mietvertrag und eine Leistungsvereinbarung ab.

Stimmvolk in den 2000ern In vier weiteren Abstimmungen von 1999 bis 2010 lehnen die Stadtberner den Abbruch und die Umnutzung der Reithalle ab. 2010 etwa scheitert eine SVP-Initiative mit 68 Prozent Nein klar, die Reithalle feiert (Bild). Derzeit ist eine weitere SVP-Initiative auf Kantonsebene hängig.

Immer wieder Zwischenfälle Regelmässig kommt es um die Reithalle und die davor liegende Schützenmatte zu gewaltsamen Protesten gegen die Polizei. Im März 2016 werden elf Polizisten durch Steine und Feuerwerk verletzt. Die Stadt ergreift vorübergehend Sanktionen und setzt Beiträge aus.