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Bundesratskandidatur: Heute redet Top-Favoritin Karin Keller-Sutter

Die St.Galler FDP-Ständerätin Karin Keller-Sutter und ihre Partei laden für Dienstag, 15 Uhr, zu einer Medienkonferenz nach Wil ein. Vieles deutet darauf hin, dass Keller-Sutter dann ihre Kandidatur für den Bundesrat bekanntgeben wird.
Daniel Walt
Aktuell St.Galler Ständerätin und schon bald Bundesratskandidatin? Karin Keller-Sutter. (Bild: Keystone)

Aktuell St.Galler Ständerätin und schon bald Bundesratskandidatin? Karin Keller-Sutter. (Bild: Keystone)

Tritt sie an? Verzichtet sie? Seit der Rücktrittsankündigung von FDP-Bundesrat Johann Schneider-Ammann sind alle Augen auf die St.Galler Ständerätin Karin Keller-Sutter gerichtet. Schneider-Ammanns Parteikollegin gilt als Kronfavoritin für die Nachfolge des Berners, der per Ende Jahr aus der Landesregierung ausscheidet.

Bisher hielt sich die 54-jährige Keller-Sutter bezüglich ihrer Ambitionen bedeckt – nun lässt sie die Katze aus dem Sack: Keller-Sutter und die FDP des Kantons St.Gallen laden am Dienstag auf 15 Uhr zu einer Medienkonferenz in Wil ein, wie aus einer entsprechenden Einladung hervorgeht. Vieles deutet darauf hin, dass Keller-Sutter am Dienstagnachmittag im Stadtsaal in Wil ihre Kandidatur für den Bundesrat verkünden wird.

«Sehe nichts, was ihr im Wege stehen könnte»

Dass Karin Keller-Sutter für zahlreiche Parlamentarier und Beobachter des Berner Politbetriebs die grosse Favoritin für die Nachfolge von Johann Schneider-Ammann ist, hatte sich schon kurz nach dessen Rücktritt gezeigt. So sagte der Berner Nationalrat und FDP-Vizepräsident Christian Wasserfallen über Keller-Sutter beispielsweise:

«Ich sehe derzeit nichts, was ihr noch im Wege stehen könnte.»

Auch FDP-Präsidentin Petra Gössi bescheinigte der St.Galler Ständerätin rein vom Profil her «die besten Voraussetzungen».

Viel besser vernetzt in Bundesbern als noch 2010

Dass Karin Keller-Sutter derart hoch gehandelt wird, hat mit ihrem Werdegang in den vergangenen Jahren zu tun. Einen ersten grossen Auftritt im Bundeshaus hatte sie im Herbst 2010, als sie als St.Galler Regierungsrätin bei der Bundesratswahl antrat. Damals ging es um den Sitz des zurücktretenden Ausserrhoder FDP-Bundesrats Hans-Rudolf Merz. Bei jener Ausmarchung schied Keller-Sutter im vierten Wahlgang aus – sie holte dort weniger Stimmen als Johann Schneider-Ammann sowie SVP-Kandidat Jean-François Rime. Das Rennen machte schliesslich der Berner FDP-Mann.

Hatte Keller-Sutter bei jener Ausmarchung die Vernetzung in Bundesbern noch gefehlt, behob sie dieses Manko in den letzten Jahren kontinuierlich. Seit 2011 für den Kanton St.Gallen im Ständerat, schneidet die ausgebildete Übersetzerin und Konferenzdolmetscherin in Parlamentarier-Ratings in Sachen Einfluss und Vernetzung seit Jahren blendend ab. Zudem gilt sie mittlerweile auch für die Linke als wählbar. Während sie sich als St.Galler Regierungsrätin noch als Hardlinerin im Kampf gegen Fussball-Hooligans und kriminelle Ausländer positioniert hatte, spannt sie als Ständerätin oftmals mit ihrem St.Galler SP-Kollegen Paul Rechsteiner zusammen. So beispielsweise, um Verbesserungen für die Ostschweiz im öffentlichen Verkehr zu erreichen.

Andere FDP-Grössen winkten bereits ab

Nach ihrer Nichtwahl 2010 hatte es Karin Keller-Sutter mehrfach ausgeschlossen, sich nochmals um einen Sitz in der Landesregierung zu bewerben. In der jüngeren Vergangenheit hatte sie allerdings nicht mehr über dieses Thema sprechen wollen, was viel Raum für Spekulationen bot. Als Johann Schneider-Ammann am 25. September seinen Rücktritt bekannt gab, sagte Keller-Sutter gegenüber der «Tagesschau» von SRF einzig:

«Es ist nicht der Tag der Nachfolge, es ist der Tag von Johann Schneider-Ammann.»

Die Spekulationen, Karin Keller-Sutter werde tatsächlich für einen Bundesratssitz antreten, wurden in den letzten Tagen unter anderem durch die Absagen anderer prominenter FDP-Frauen befeuert. So winkten unter anderem Parteipräsidentin Petra Gössi oder die Zürcher Regierungsrätin Carmen Walker Späh ab.

Wir berichten heute Dienstag ab 15 Uhr live von der Medienkonferenz in Wil.

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