LAUSANNE: Grünes Licht für Vollendung des Ceneri-Tunnels

Das Bundesgericht hat ein Urteil des Bundesverwaltungsgerichts aufgehoben, womit der Vergabeentscheid der Alptransit Gotthard für zwei Aufträge für den Ceneri-Basistunnel rechtskräftig ist. Eine Neuausschreibung hätte eine Verzögerung um mehrere Jahre zur Folge gehabt.

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Arbeiten auf der Baustelle am Nordportal Ceneri-Basistunnel in Camorino. Hinten zu sehen ist der Tunneleingang. (Bild: Keystone)

Arbeiten auf der Baustelle am Nordportal Ceneri-Basistunnel in Camorino. Hinten zu sehen ist der Tunneleingang. (Bild: Keystone)

Mit dem Entscheid des Bundesgerichts geht der Auftrag für «Fahrbahn und Logistik» im Wert von 96 Millionen Franken an das Konsortium Mons Ceneris. Das zweite Baulos für «Bahntechnik und Gesamtkoordination» geht an des Konsortium CPC, das unter der Federführung der Berner Cablex AG geht. Es hat einen Wert von rund 129 Millionen Franken.

Das Bundesverwaltungsgericht hatte im März 2014 die Beschwerden von Unternehmen, die den Zuschlag für die Grossaufträge nicht erhalten hatten, teilweise gutgeheissen. Die Alptransit sollte nochmals die Vergabe neu beurteilen. Die ist nun hinfällig.

Wie die Alptransit Gotthard in einer Medienmitteilung schreibt, bleibt damit der geplante Termin für die Aufnahme des Betriebs des Ceneri-Basistunnels per Fahrplanwechsel im Dezember 2019 das Ziel.

Für das Tessin ist der Ceneri-Tunnel von grosser Bedeutung, da sich mit seiner Eröffnung auch die Fahrtzeiten im Dreieck Lugano-Locarno-Bellinzona stark verkürzen werden. Daher spricht Riccardo De Gottardi vom Tessiner Departement für Verkehr von einem «ausgezeichneten Tag» für den Kanton.

Ohne den Ceneri-Basistunnel sei der Gotthard-Basistunnel «nur halb so viel wert», sagte De Gottardi auf Anfrage. Hätte sich die Fertigstellung des Tunnels am Ceneri weiter hinausgezögert, dann wären die Fahrtzeitgewinne auf der gesamten Alptransit-Strecke lange Zeit nur marginal ausgefallen, erklärte er.

sda