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LAUSANNE: Guy Parmelin - vom Landwirt zum Bundesrat

Der SVP-Nationalrat Guy Parmelin vertritt auf dem SVP-Bundesratsticket die Westschweiz. Er verkörpert Waadtländer Gutmütigkeit und zugleich die Blocher-Linie innerhalb der Partei. Ein Porträt.
Guy Parmelin ist Winzer, fotografiert in Bursins. (Bild: Keystone / Jean-Christophe Bott)

Guy Parmelin ist Winzer, fotografiert in Bursins. (Bild: Keystone / Jean-Christophe Bott)

«Ich vertrete zu 95 Prozent das Parteiprogramm der SVP, mit einigen Abweichungen in Gesellschaftsfragen wie zur Abtreibung oder der Präimplantationsdiagnostik, für die ich Ja gestimmt habe», sagte der Landwirt und Weinbauer aus Bursins jüngst in der Waadtländer Zeitung «La Côte».

Der Mann ist nicht einfach einzuordnen: Vor seiner Ausbildung an der Landwirtschaftsschule in Marcelin VD schloss er die Maturität mit Schwerpunkt Latein und Englisch ab. Heute widmet er den grössten Teil seiner Zeit der Politik und noch ungefähr 20 Prozent seinem Hof.

Guy Parmelin besitzt zusammen mit seinem Bruder ein Landgut von 36 Hektaren, darunter fünf Hektaren Weinberge. Er bringt keinen Wein auf den Markt, aber vertreibt ungefähr 3000 Flaschen pro Jahr an seine Familie, Freunde und Bekannte.

Der neuformierte Bundesrat wird von der Vereinigten Bundesversammlung vereidigt: (v.l.n.r.) Johann Schneider-Ammann, Alain Berset, Guy Parmelin und der neugewählte Bundeskanzler Walter Thurnherr. (Bild: LUKAS LEHMANN)
Der neuformierte Bundesrat wird von der Vereinigten Bundesversammlung vereidigt: v.l.n.r.) Doris Leuthard, Ueli Maurer, Didier Burkhalter, Bundespräsidentin Simonetta Sommaruga, Johann Schneider-Ammann, Alain Berset, Guy Parmelin und der neugewählte Bundeskanzler Walter Thurnherr. (Bild: LUKAS LEHMANN)
Die Bundesräte (v.l.n.r.) Doris Leuthard, Ueli Maurer, Didier Burkhalter, Simonetta Sommaruga, Johann Schneider-Ammann, Alain Berset, Guy Parmelin und Bundeskanzler Walter Thurnheer bei der Vereidigung nach den Bundesratswahlen. (Bild: PETER SCHNEIDER)
Der neugewählte Bundesrat Guy Parmelin, links, freut sich neben Ständerätin Geraldine Savary, SP-VD. (Bild: PETER KLAUNZER)
SVP-Nationalrat Guy Parmelin, VD, links, wird als neuer Bundesrat gewählt und erhält von Fraktionschef Adrian Amstutz Gratulationen. (Bild: PETER SCHNEIDER)
Der neugewählte Bundesrat Guy Parmelin schreitet Momente nach der Wahl durch die Vereinigte Bundesversammlung zum Rednerpult. (Bild: LUKAS LEHMANN)
SVP-Nationalrat Guy Parmelin, VD, wird als neuer Bundesrat gewählt. (Bild: PETER SCHNEIDER)
Die Stimmenzählerinnen und Stimmenzähler kommen nach der Auszählung des ersten Wahlgangs angeführt von Edith Graf-Litscher, SP-TG, zurück in den Saal. (Bild: LUKAS LEHMANN)
Bundesratskandidat Guy Parmelin, Mitte, ist gedankenversunken. (Bild: MARCEL BIERI)
Bundesratskandidat Thomas Aeschi, rechts, gibt seine Stimme in die Wahlurne. (Bild: MARCEL BIERI)
Angelo Paparelli, Michele Foletti und Daniele Caverzasio, von links, Politiker der Lega dei Ticinesi und Anhänger von SVP-Bundesratskandidat Norman Gobbi, verfolgen am Fernsehen die Bundesratswahlen. (Bild: GABRIELE PUTZU)
Anhänger der Lega dei Ticinesi und Unterstützer von SVP-Bundesratskandidat Norman Gobbi verfolgen am Fernsehen die Bundesratswahlen. (Bild: GABRIELE PUTZU)
Der Zuger Bundesratskandidat Thomas Aeschi, rechts, gibt seine Stimme in die Wahlurne neben Fraktionskollegin Magdalena Martullo-Blocher, GR. (Bild: PETER KLAUNZER)
Es ist zwar noch keine Entscheidung gefallen: In Baar stehen aber schon die Gläser zur allfälligen Wahl von Thomas Aeschi bereit. (Bild: Harry Ziegler / Neue ZZ)
SVP Fraktionschef Adrian Amstutz gibt vor dem siebten Jahrgang vor der Vereinigten Bundesversammlung eine Erklärung ab. (Bild: LUKAS LEHMANN)
Was sucht Bundesratskandidat Guy Parmelin, hier neben SVP-Präsident Toni Brunner, hier in seinem Pult? (Bild: PETER KLAUNZER)
Live-Uebertragung der Bundesratswahlen 2015 mit Mitgliedern der SVP Baar im Restaurant Sport-Inn in Baar. (Bild: ALEXANDRA WEY)
Live-Übertragung der Bundesratswahlen 2015 im Restaurant Sport-Inn in Baar. (Bild: ALEXANDRA WEY)
SVP Präsident Toni Brunner, links, diskutiert mit Balthasar Glaettli, GP-ZH, Mitte, und SVP Fraktionschef Adrian Amstutz, BE. (Bild: LUKAS LEHMANN)
Bundesratskandidat Guy Parmelin, rechts, diskutiert mit Ständerat Claude Janiak, SP-BS. (Bild: LUKAS LEHMANN)
SVP-Nationalrat und Parteipräsident Toni Brunner, SG, links, und Bundesratskandidat und Nationalrat Guy Parmelin, VD, unterhalten sich und haben sichtlich Freude. (Bild: PETER SCHNEIDER)
Parteipräsident Christophe Darbellay (CVP) gibt ein Interview. (Bild: THOMAS HODEL)
Parteipräsident Philipp Müller (FDP) gibt ein Interview. (Bild: THOMAS HODEL)
Für alles vorbereitet: Ein Polizeiauto steht vor dem Eingang des Bundeshauses. (Bild: THOMAS HODEL)
Ein Ratsmitglied wirft den Stimmzettel in die Urne. (Bild: MARCEL BIERI)
Die zurücktretende Bundeskanzlerin Corina Casanova, Mitte, verabschiedet sich von der Nationalratspräsidentin Christa Markwalder, BE, nach ihrer Rede vor der Vereinigten Bundesversammlung. (Bild: MARCEL BIERI)
Für jeden Wahlgang haben die Stimmzettel eine andere Farbe. (Bild: FABRICE COFFRINI)
Die Urnen werden geleert. (Bild: FABRICE COFFRINI)
Die zurücktretende Bundeskanzlerin Corina Casanova, links, sitzt neben ihren Regierungskollegen den Bundesräten Alain Berset, Didier Burkhalter und Ueli Maurer während den Bundesratswahlen. (Bild: KEYSTONE / LUKAS LEHMANN)
Schaffts der Zuger Thomas Aeschi? Die Spannung steigt, auch bei Siegfried und Margrit Aeschi, den Eltern des SVP-Nationalrats Thomas Aeschi, welche die Bundesratswahlen im Grand Café des Alpes mit Landammann Heinz Tännler (rechts) verfolgen. (Bild: Harry Ziegler / Neue ZZ)
Beat Flach, GLP-AG, links, gibt seinen Stimmzettel in die Urne, welche ihm Ratsweibelin Nathalie Radelfinger hinhält. (Bild: KEYSTONE / LUKAS LEHMANN)
Bundesratskandidat Norman Gobbi, links, wird im Vorzimmer des Nationalrats von SVP Nationalrat Pirmin Schwander, SZ, Mitte, und weiteren Gewählten begrüsst. (Bild: KEYSTONE / LUKAS LEHMANN)
Bundesratskandidat Guy Parmelin (Mitte) lacht mit Ratskollegen während den Bundesratswahlen. (Bild: KEYSTONE / LUKAS LEHMANN)
Die zurücktretende Bundeskanzlerin Corinna Casanova erhält Blumen zum Abschied vor der Vereinigten Bundesversammlung. (Bild: KEYSTONE / PETER KLAUNZER)
Die Mitglieder der Vereinigten Bundesversammlung applaudieren der zurücktretenden Bundesrätin Eveline Widmer-Schlumpf (MItte). (Bild: KEYSTONE / PETER KLAUNZER)
Bundesrätin Eveline Widmer-Schlumpf empfängt Applaus von Kollegin Doris Leuthard, links, und den Mitgliedern der Sitzung der Vereinigten Bundesversammlung. (Bild: KEYSTONE / LUKAS LEHMANN)
Bundesrätin Eveline Widmer-Schlumpf empfängt Applaus. (Bild: KEYSTONE / LUKAS LEHMANN)
Bundesrätin Eveline Widmer-Schlumpf, rechts, wird von Martin Landolt, Präsident BDP mit Blumen verabschiedet. (Bild: KEYSTONE / PETER SCHNEIDER)
Bundesrätin Eveline Widmer-Schlumpf verabschiedet sich an der Sitzung der Vereinigten Bundesversammlung. (Bild: LUKAS LEHMANN)
Sicht in den Nationalratssaal mit der Bundesversammlung. (Bild: KEYSTONE / PETER SCHNEIDER)
Bundesrätin Eveline Widmer-Schlumpf, rechts, spricht vor der Bundesversammlung. (Bild: KEYSTONE / PETER SCHNEIDER)
Blick durch die Türe von der Wandelhalle in den Nationalratssaal während den Bundesratswahlen. (Bild: KEYSTONE / THOMAS HODEL)
Bundesrätin Eveline Widmer-Schlumpf, rechts, wird mit Blumen verabschiedet. (Bild: PETER SCHNEIDER)
Der Bundesrat mit Präsidentin Simonetta Sommaruga, Johann Schneider-Ammann, Doris Leuthard, Eveline Widmer Schlumpf, Ueli Maurer und Didier Burkhalter, Mitte von vorne nach hinten, erscheinen im Nationalratssaal. (Bild: KESTONE / PETER SCHNEIDER)
Der Bundesrat mit Präsidentin Simonetta Sommaruga, Johann Schneider-Ammann, Doris Leuthard, Eveline Widmer Schlumpf, Ueli Maurer, Didier Burkhalter, Alain Berset und Bundeskanzlerin Corina Casanova, Mitt von vorne nach hinten, schreiten in den Nationalratssaal. (Bild: KEYSTONE / PETER SCHNEIDER)
Die SVP-Nationalräte Guy Parmelin, VD, links, und Thomas Aeschi, ZG, unterhalten sich während den Bundesratswahlen. (Bild: KEYSTONE / PETER SCHNEIDER)
Bundesratskandidat Norman Gobbi SVP-TI in der Wandelhalle vor den Bundesratswahlen. (Bild: THOMAS HODEL)
Die SVP-Nationalräte Thomas Aeschi, ZG, rechts, und Magdalena Martullo-Blocher, GR, unterhalten sich während den Bundesratswahlen. (Bild: KEYSTONE / PETER SCHNEIDER)
Ein Teil der Zuger Delegation im Bundeshauscafé des Alpes. (Bild: Harry Ziegler / Neue ZZ)
Der Zuger Landamman Heinz Tännler bespricht sich mit der Baarer Delegation.
Die Delegation des Kantons Zug unterwegs an die Bundesratswahl. Die Stimmung ist gut. (Bild: Harr Ziegler / Neue ZZ)
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Bundesratswahl 2015 in Bern

Keine Exekutiv-Erfahrung

In Lausanne hinterliess er das Bild eines pragmatischen SVP-Politikers nahe der Mitte. Er sass zwischen 2000 und 2004 im Waadtländer Grossen Rat und präsidierte die Kantonalpartei. Den Einzug in den Nationalrat schaffte er 2003.

Nach dem Tod des Waadtländer SVP-Staatsrates Jean-Claude Mermoud 2011 galt er als dessen natürlicher Nachfolger. Er stellte sich jedoch nicht als Kandidat zur Verfügung, worauf die SVP ihren Sitz in der Waadtländer Kantonsregierung verlor. Das wird ihm bis heute immer wieder vorgeworfen.

Für den Bundesrat interessierte er sich hingegen bereits vor vier Jahren, musste aber seinem Freiburger Parteikollegen Jean-François Rime den Vortritt lassen.

Kollegial und kompetent

«Ich denke, dass der richtige Moment jetzt gekommen ist. Aber ich bin mir bewusst, dass bereits zwei Romands im Bundesrat sitzen», sagte Parmelin bei der Lancierung seiner Kandidatur. Er präsentierte sich vor allem als Vertreter des Genferseebogens und betonte, das Kollegialitätsprinzip zu achten.

Im Nationalrat machte der Waadtländer sich bisher mit soliden Dossierkenntnissen und der Bereitschaft zum Dialog einen Namen. Er präsidiert die Kommission für soziale Sicherheit und Gesundheit (SGK) und gehört auch der Kommission für Umwelt, Raumplanung und Energie (UREK) an. Seit er auf der nationalen Bühne politisiert, haben sich seine Positionen verhärtet.

Einst Befürworter des EWR

Parmelin zeigt sich in der Form milder als im Inhalt: «Es kommt auch auf die Art und Weise an, wie man Sachen sagt. Man muss weder brüllen noch ein übertriebenes Vokabular benutzen.»

Bei der Abstimmung zum Europäischen Wirtschaftsraum (EWR) vom 6. Dezember 1992 legte Parmelin - «noch jung und naiv» - ein Ja in die Urne. Nun sitzt er 20 Jahre später im Komitee der Zuwanderungsinitiative der SVP, über deren Umsetzung sich die Landesregierung derzeit den Kopf zerbricht.

sda

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