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Vier verletzte Personen nach Lawine auf eine Skipiste in Crans-Montana

Am Dienstagnachmittag sind bei einem Lawinenabgang in Crans-Montana mehrere Personen verschüttet worden. Die Polizei informierte am Abend: Vier Verletzte und man geht noch von vermissten Personen aus.
Die Lawine gelangte auf eine Skipiste. (Bild:KEYSTONE/Anthony Anex)

Die Lawine gelangte auf eine Skipiste. (Bild:KEYSTONE/Anthony Anex)

(lil/sda) Beim Lawinenniedergang auf eine gesicherte Skipiste oberhalb von Crans-Montana VS sind am Dienstagnachmittag vier Personen verletzt worden, wie die Kantonspolizei Wallis vor den Medien in einer vorläufigen Bilanz bekannt gab. Sie geht noch von vermissten Personen aus.

Helpline

Es wurde eine kostenlose Helpline unter der Nummer 0848 112 117 eingerichtet.

Der Lawinenabgang ereignete sich am frühen Nachmittag in der Region La Plaine Morte. Laut Polizeiangaben wurde die Piste Kandahar auf einer Länge von 300 Metern verschüttet.

Lawinengefahr war «mässig»

In der Region bei Crans-Montana VS galt eine mässige Lawinengefahr. Das ist die zweittiefste von fünf Gefahrenstufen. Gesichert sei bisher zwar noch nichts, doch er gehe von einer Gleitschneelawine aus, erklärte Thomas Stucki, Leiter Lawinenwarndienst beim Institut für Schnee- und Lawinenforschung (SLF), auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA.

Gleitschneelawinen seien dieser Tage nichts Aussergewöhnliches, sie seien jeden Tag ein Thema. Und weil derzeit viel Schnee liege, könnten diese Lawinen auch entsprechend grösser ausfallen.

Unfälle mit Opfern auf offenen Pisten seien allerdings «extrem selten», betonte Stucki. In den vergangenen zehn Jahren habe es genau einen solchen Unfall mit einem Todesopfer gegeben. Eine absolute Sicherheit gebe es in den Bergen nicht.

Die Lawine in der Gesamtansicht. (Bild:KEYSTONE/Anthony Anex)

Die Lawine in der Gesamtansicht. (Bild:KEYSTONE/Anthony Anex)

Dass sich eine Lawine löste, könnte auf die Sonneneinstrahlung zurückgeführt werden. Wegen der Sonne und der tageszeitlichen Erwärmung seien an sehr steilen, besonnten Hängen unterhalb von rund 2500 Metern Nass- und Gleitschneelawinen zu erwarten, schrieb das WSL - Schnee- und Lawinenforschungsinstitut SLF am Montagabend in seinem Lawinenbulletin.

Zudem seien in der mittleren Schicht der Schneedecke im Wallis teils kantig aufgebaute, weiche Schwachschichten vorhanden. Diese seien insbesondere an eher schneearmen Schattenhängen und im Bereich der Waldgrenze «vereinzelt störanfällig», schrieb das SLF weiter.

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