LEHRER: Lohnforderungen sind «überrissen»

Der Verband der Schweizer Lehrer fordert bis zu 20 Prozent mehr Lohn. Die Zentralschweizer Erziehungsdirektoren winken ab.

Drucken
Teilen
Bild: Pius Amrein / Neue LZ

Bild: Pius Amrein / Neue LZ

red. Bis zu 20 Prozent mehr Lohn in den nächsten fünf Jahren: Diese Forderung richtete der Verband der Schweizer Lehrer (LCH) gestern an die Kantone und Gemeinden, die Arbeitgeberinnen des pädagogischen Personals. Bei den Zentralschweizer Erziehungsdirektoren kommt dies schlecht an. Die Forderung sei unrealistisch, sagt der Luzerner Regierungsrat Reto Wyss. Sein Nidwaldner Kollege Res Schmid nennt die Forderung «überrissen». «Ein solcher Sprung wäre gegenüber allen anderen Arbeitnehmern nicht fair und würde zu Unmut führen.» Im Vergleich zu anderen Wirtschaftsbranchen, so Schmid, «verdienen die Lehrer gut».

Auch der Urner Erziehungsdirektor Beat Jörg sieht in seinem Kanton «keinen Handlungsbedarf». Er glaubt, dass die Umsetzung der Forderung des LCH zu «grossen Schwierigkeiten» führen und «starken politischen Gegenwind» provozieren würde.

Drohender Lehrermangel

«Unsere Forderung ist ernst gemeint», sagt Franziska Peterhans, Zentralsekretärin des LCH. Die Kantone müssten jetzt ihre Hausaufgaben machen. Denn mit der steigenden Geburtenrate und den anstehenden Pensionierungen drohe ein anhaltender Lehrermangel. Nach Meinung des Verbands sollen die Löhne erhöht werden, da sie nicht mit denjenigen der Privatwirtschaft und öffentlichen Verwaltung mithalten könnten.

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Dienstag in der Neuen Luzerner Zeitung oder im E-Paper.