Wahlen 2011

Levrat und Bodenmann stärken Micheline Calmy-Rey den Rücken

Nachdem das Parlament SP-Bundesrätin Micheline Calmy-Rey bei der Wahl zur Bundespräsidentin einen Denkzettel verpasst hat, stärken SP-Präsident Christian Levrat und der frühere Parteichef Peter Bodenmann der Aussenministerin in der Sonntagspresse den Rücken.

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Bundesrätin Calmy-Rey und SP-Präsident Levrat (Archiv)

Bundesrätin Calmy-Rey und SP-Präsident Levrat (Archiv)

Keystone

Es gebe im Moment keinen Anlass dafür, dass Calmy-Rey Ende 2011 unbedingt zurücktreten müsste, sagte Levrat im Interview mit der "SonntagsZeitung". Bei der Präsidiumswahl vom Mittwoch seien vor allem "politische Spielchen" getrieben worden, "die am Ende auf die bürgerlichen Parteien zurückfallen werden".

Die Ausgangslage für 2011 sei völlig offen, und die SP lasse sich nicht unter Druck setzen. "Eine erneute Kandidatur bleibt eine Option." Ob Micheline Calmy-Rey zurücktrete, "wird sich erst nächstes Jahr zeigen". Aber "auf jeden Fall" werde sie ihr Präsidialjahr fertig machen.

Der frühere SP-Präsident Peter Bodenmann geht in einem Beitrag im "SonntagsBlick" davon aus, dass Micheline Calmy-Rey noch ein Jahr im Bundesrat sitzt. "Sie kann es nutzen oder nicht."

Wenn sie im September 2011 als einziges Mitglied des Bundesrates ihren Rücktritt auf Ende der Legislatur ankündige, werde sie der SP zu jenem Rückenwind verhelfen, den diese "dringend braucht", schreibt Bodenmann.

Micheline Calmy-Rey wird am 8. Juli 66 Jahre alt. Sie wird dann bereits zwei Jahre länger gearbeitet haben als das Rentenalter für Frauen vorgibt. Die Aussenministerin sitzt seit 2003 im Bundesrat.