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LUFTWAFFE: F/A-18: Hat das militärische GPS versagt?

Laut "10vor10" soll die Flugsicherheitsbehörde Skyguide den Piloten falsch gelotst haben. Diese Version sei "absurd", sagen andere Quellen.
Die geschwärzte Absturzstelle an einer Felswand im Sustengebiet. (Bild: Keystone / Alexandra Wey)

Die geschwärzte Absturzstelle an einer Felswand im Sustengebiet. (Bild: Keystone / Alexandra Wey)

Die Theorie ist so simpel wie bestechend. Die zivile Flugsicherungsbehörde Skyguide soll Schuld sein am Absturz des F/A-18-Kampfjets der Schweizer Luftwaffe am Sustenpass vom vergangenen Montag. Der Pilot, so die von "10vor10" mit Verweis auf anonyme Quellen verbreitete These, sei von der Flugüberwachung in Meiringen mit falschen Höhenangaben versehen worden und daher viel zu tief geflogen. Mit fatalen Folgen. Das Flugzeug zerschellte an der Krete des Hinter Tierberg auf über 3000 Meter über Meer.

Ausfall des militärischen GPS?

Doch jetzt gibt es Zweifel an dieser Theorie. Andere, gut informierte Quellen, sprechen von einer "absurden Begründung". "Unsere Piloten kennen die Berge aus reinem Selbsterhaltungstrieb bestens, speziell das Gebiet um die Flugplätze", sagt ein Militärexperte. Gäbe der Tower falsche Höhen an, würden dies die Piloten bemerken und sofort korrigieren. Die "10vor10"-Theorie sei abwegig, weil ein zweites, zuvor gestartetes Kampfflugzeug den Bergkamm problemlos passiert habe. Die beiden Piloten seien untereinander und gleichzeitig auch mit dem Tower verbunden. Warum sollte der vordere richtig, der hintere Pilot aber falsch gelotst worden sein? Das sei nicht plausibel.

Gegenüber unserer Zeitung verweisen die Quellen auf eine andere, mögliche Unglückursache: das militärische GPS. Dieses ist nicht zu verwechseln mit dem zivilen GPS, das in Auto-Navis verwendet wird. Die Schweizer Armee hat dank einem von den USA wöchentlich gelieferten Geheimcode Zugriff auf das wesentlich präzisere militärische GPS. Dieses GPS erlaubt in Kombination mit dem INS (Internal Navigation System) eine präzise Steuerung des Flugzeugs.

Indes: Der Kampfjet verfehlte die Kammhöhe nur um wenige Meter. Dies könnte laut Experten darauf hindeuten, dass das militärische GPS nicht funktioniert habe. Die Standardabweichung zum zivilen GPS beträgt in der Regel wenige Meter. Von offiziellen Stellen gibt es keine Auskunft, solange die Untersuchungen laufen.

Stefan Schmid

Dieser Artikel wurde vom St. Galler Tagblatt übernommen und bearbeitet.

Der Felsenkessel am Hinter Tierberg, in dem die Absturzstelle liegt. (Bild: map.google.ch / Screenshot)

Der Felsenkessel am Hinter Tierberg, in dem die Absturzstelle liegt. (Bild: map.google.ch / Screenshot)

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