LUZERN: Nordzufahrt zum Gotthardtunnel mit neuer Signalisierung

Die Nordzufahrt zum Gotthardbasistunnel erhält in der Nacht auf Sonntag ein neues Informationssystem für die Lokführer. Die Führerstandsignalisierung ETCS Level 2 ist nötig, damit die Züge schnell, sicher und in rascher Folge durch den Basistunnel fahren können.

Drucken
Teilen
Ein- und Ausgang des Gotthard Basistunnels der Neuen Eisenbahn-Alpentransversale (NEAT) in Erstfeld: Hier kommt eine neue Signalisierung hin. (Bild: pd / SBB)

Ein- und Ausgang des Gotthard Basistunnels der Neuen Eisenbahn-Alpentransversale (NEAT) in Erstfeld: Hier kommt eine neue Signalisierung hin. (Bild: pd / SBB)

Wie die SBB AG am Mittwoch mitteilte, ist die 19 Kilometer lange Strecke zwischen Brunnen und Erstfeld der erste Abschnitt auf der neuen Nord-Süd-Achse, der mit ETCS Level 2 ausgerüstet wird. Im November folgt die südliche Zufahrtsstrecke zum Gotthardbasistunnel zwischen Castione und Pollegio.

Der 57 Kilometer lange Basistunnel wird im Dezember 2016 in Betrieb genommen. ETCS Level 2 sei die technische Voraussetzung dafür, dass sechs Güter- und zwei Personenzüge pro Stunde und Richtung sicher, schnell und in geringen zeitlichen Abständen durch den Tunnel fahren könnten, teilte die SBB mit.

Das neue System liefert alle Informationen, die der Lokomotivführer braucht, per Datenfunk direkt auf den Bildschirm. Die Fahrt und die Reaktionen des Lokomotivführers werden permanent überwacht.

ETCS Level 2 wird in der Nacht vom 15. auf den 16. August zwischen 22.15 Uhr und 7.30 Uhr in Betrieb genommen. Während der Umstellung kann die Strecke nicht befahren werden. Rund 20 Schnell- und Regionalzüge fallen aus, und die Passagiere müssen auf Busse umsteigen. Die Reisezeit verlängert sich um rund 30 Minuten. Die Güterzüge werden in dieser Nacht über die Lötschberg-Achse umgeleitet.

Nach der Umstellung könnte es während einigen Tagen zu Verspätungen kommen. Bis genügend Betriebserfahrungen vorliegen, wird die neu ausgerüstete Strecke nur mit maximal 80 km/h befahren. Diese führe im Fernverkehr zu geringen Verspätungen, teilte die SBB mit. Anschlüsse könnten deswegen gefährdet sein.

sda

Bild: PD / SBB

Bild: PD / SBB