MACHTKAMPF: Kiew: Wie die Schweiz helfen will

Aussenminister Didier Burkhalter weibelte am WEF in Davos für eine Lösung im ukrainischen Machtkampf.

Fak
Drucken
Teilen
Ein Demonstrant sucht hinter einem Blech Schutz vor dem Feuer der brennenden Autoreifen in Kiew. (Bild: EPA/Alexey Furman)

Ein Demonstrant sucht hinter einem Blech Schutz vor dem Feuer der brennenden Autoreifen in Kiew. (Bild: EPA/Alexey Furman)

Bundespräsident Didier Burkhalter zeigt sich angesichts der Gewalt in der Ukraine «sehr betroffen». «Leider kann man eine weitere Eskalation nicht ausschliessen», so der Aussenminister gegenüber der «Zentralschweiz am Sonntag». Er habe die Konfliktparteien zum Gewaltverzicht und zum Dialog aufgerufen. Auch am WEF sei die Krise in der Ukraine häufig Thema von Gesprächen gewesen. Unter anderem hat Burkhalter dem ukrainischen Premierminister Mykola Azarov die Unterstützung der OSZE angeboten, welche die Schweiz derzeit präsidiert. Es müsse darum gehen, einen nachhaltigen Weg aus der Krise zu finden. ext. Die Schweiz bietet unter anderem die neutrale Überprüfung eines umstrittenen Rechtspakets an.

Trotz der zunehmenden Gewalt in der Ukraine denkt Bern nicht darüber nach, die Schweizer Botschaft zu schliessen. «Eine Schliessung käme nur in Frage, wenn das Botschaftspersonal durch die Ereignisse direktor und masiv gefährdet würde», so Burkhalter im Interview.

Nach den heftigen Ausschreitungen im ukrainischen Machtkampf hat Präsident Viktor Janukowitsch der Opposition führende Regierungsämter angeboten. Ex Aussenminister Arseni Jazenjuk solle neuer Regierungschef und der Box-Champion Vitali Klitschko dessen Stellvertreter werden. Die Opposition lehnt das Angebot ab.