Maurer will im Ausland für Finanzplatz Schweiz werben

Ueli Maurer will neue Akzente in der Finanzplatzpolitik setzen. Und ist über Parmelins Entscheid irritiert.

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Bundesrat und Finanzminister Ueli Maurer inm Bundehaus. (Bild: Manuela Jans / Neue LZ)

Bundesrat und Finanzminister Ueli Maurer inm Bundehaus. (Bild: Manuela Jans / Neue LZ)

bbp. Finanzminister Ueli Maurer spricht sich für eine aktive Promotion des Finanzplatzes im Ausland aus und will dazu auch seinen Beitrag leisten. «Wenn man sieht, was unsere internationalen Konkurrenten tun, muss das auch für uns ein Modell sein», sagt er im Interview mit der «Zentralschweiz am Sonntag». Die Schweiz sei ein hoch attraktiver Standort und dürfe «ruhig selbstbewusster auftreten».

Noch sei allerdings zu diskutieren, wie das genau umgesetzt werden soll, so Maurer. Dies dürfte ganz im Sinne der SVP sein. Maurer hat aber auch eine Enttäuschung für seine Partei parat: Er will weder den Direktor der Eidgenössischen Finanzverwaltung, den SP-Mann Serge Gaillard, in die Wüste schicken, noch den Generalsekretär Jörg Gasser, ein enger Vertrauter von Eveline Widmer-Schlumpf, ablösen. «Ich habe nicht im Sinn jemanden auszuwechseln, der seinen Job hervorragend erledigt», sagte Maurer, und weiter: «Ich bin Personalchef, nicht die Partei!»

Der Vorsteher des Eidgenössischen Finanzdepartements (EFD) nimmt auch Stellung zu den jüngsten Vorkommnissen in seinem früheren Departement. Zum Entscheid seines Nachfolgers im VBS, Guy Parmelin, das Fliegerabwehrprojekt Bodluv zu sistieren, sagte er, der Zeitpunkt des Beschlusses habe ihn «etwas irritiert». Ein Problem sei, dass höhere Offiziere mit vertraulichen Papieren immer wieder an die Medien gelangten.