Mehr als 3000 Pendenzen beim Vollzug

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Ende letzten November lebten in der Schweiz 3110 abgewiesene Asylbewerber, obwohl sie die Schweiz hätten verlassen müssen. Dies teilt das Staatssekretariat für Migration (SEM) auf Anfrage mit. Die meisten Vollzugspendenzen betreffen Personen aus Nordafrika und Staaten der Subsahara. Im Vergleich zu den Vorjahren befinden sich weniger abgewiesene Asylbewerber im Land. 2010 waren es zum Beispiel noch 5393. Verschärft hat sich im vergangenen Jahr das Problem des Untertauchens. Bis Ende November zählte das SEM 8166 sogenannt unkontrollierte Ausreisen.

Schwierig gestalten sich Rückführungen in die Maghreb- Staaten. Darüber beklagten sich Migrationsarbeiter von der Front neulich in der NZZ. Mit Marokko zum Beispiel hat der Bund kein Rückübernahmeabkommen. Die Zusammenarbeit mit Algerien funktioniere relativ gut, teilt das SEM mit. Das Land nehme abgewiesene Asylbewerber in der Regel zurück. (kä)