MESSE: Olma eröffnet – Luzern ist Gastkanton

In St. Gallen ist am Donnerstag die 72. Olma durch Bundespräsident Didier Burkhalter eröffnet worden. Gastkanton ist Luzern.

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Luzerns Regierungspräsident Robert Küng an der Eröffnung der Olma mit Heidi Hanselmann, Regierungsrätin von St. Gallen und Didier Burkhalter. (Bild: Keystone)

Luzerns Regierungspräsident Robert Küng an der Eröffnung der Olma mit Heidi Hanselmann, Regierungsrätin von St. Gallen und Didier Burkhalter. (Bild: Keystone)

Die Schweizer Messe für Landwirtschaft und Ernährung dauert elf Tage und wird gegen 400'000 Besucher anlocken. An der Olma zeige sich Tradition in Verbindung mit Kreativität und Innovation, sagte Bundespräsident Didier Burkhalter in seiner Eröffnungsrede im St. Galler Stadtheater.

Die Stärke der Schweizer Landwirtschaft liege nicht in der monotonen Massenproduktion, sondern in der Pflege und Weiterentwicklung von traditionsreichen Qualitätsprodukten. Ein Beispiel dafür sei aus der Ostschweiz der Rheintaler Ribelmais: Ein traditionelles, fast vergessenes Produkt werde mit neuem Leben erfüllt, lobte Burkhalter.

Offenheit und Verantwortung

Die nachhaltige Landwirtschaft stosse auf Interesse über die Landesgrenzen hinaus. Verschiedene Länder Afrikas wie Senegal, Kenia und Äthiopien hätten den Gedanken der Nachhaltigkeit in ihre Politik integriert. «Und die Schweiz gibt ihre Erfahrung im Bereich der Landwirtschaft weiter», stellte der Bundespräsident fest.

In den kommenden 40 Jahren benötige die Bevölkerung auf der Welt 70 Prozent mehr Nahrungsmittel. Allerdings seien rund 40 Prozent der Böden erodiert und nicht mehr kultivierbar.

«Bei der Lösung dieser schwierigen Aufgaben können Familienbetriebe und die integrierte Produktion, wie wir sie aus der Schweiz kennen, eine wesentliche Rolle spielen», so Burkhalter. Hier könne die Schweiz ihre Stärken einbringen und sich auch für die Welt nützlich zeigen.

Es brauche dafür dieselbe Offenheit und Verantwortung, welche die Schweizer Bäuerinnen zeigten. Diese hätten Berufskolleginnen aus verschiedenen Ländern der Welt in die Schweiz eingeladen, um mit ihnen über den Alltag, das Leben und die Aufgaben auf dem Bauernhof sowie über Unterschiede und Gemeinsamkeiten in verschiedenen Ländern zu diskutieren, sagte Burkhalter.

Tag der Bäuerinnen

Damit spielte der Bundespräsident auf eine der Veranstaltungen an der diesjährigen Olma an: Am 16. Oktober findet der Tag der Bäuerinnen statt, an dem über Landwirtschaftsbetriebe in anderen Weltgegenden diskutiert wird. Eingeladen sind Bäuerinnen aus Kolumbien, Tschad, Myanmar und Kanada.

Die Olma dauert bis zum 19. Oktober. Auf einer Fläche von 27'000 Quadratmetern präsentieren sich an der Olma 642 Aussteller. Angekündigt sind über 20 Sonderschauen, Informationsstände und Präsentationen von Produkten.

Wie sich Luzern an der Olma präsentiert

An der 72. Olma in St. Gallen präsentiert sich der Gastkanton Luzern mit dem Motto "Rüüdig guet! Lozärn". Die Sonderschau Luzerns umfasst rund 900 Quadratmeter. Besucher können in einem überdimensionalen Reisecar Platz nehmen, der als Rundkinosaal dient. Gezeigt wird ein achtminütiger Film aus Luftaufnahmen einer Drohne aus der Region Luzern.

An einer 25 Meter langen Degustationsbar sollen Gäste zusätzlich Luzerner Produkte probieren und vor einer Fotowand Touristenfotos knipsen können. An der traditionellen Tierschau ist der Agrarkanton Luzern mit 100 Kühen, Rindern, Pferden, Ziegen und Schafen vertreten.

Am Olma-Festumzug am Samstag nach der Eröffnung nehmen rund 35 Luzerner Vereine und 1'500 Mitwirkende teil. Von der Alphornvereinigung Pilatus Kriens, über die Holzköhlerei am Napf bis zur Noggeler Guugenmusig und zur Zunft zu Safran stellen die Gruppierungen Traditionen und Bräuche im Kanton zur Schau.

Hinweis:  SBB Railaway  sowie Luzern Tourismus bieten vergünstigte Tickets nach St. Gallen an die Olma an.

Weitere Infos entnehmen Sie der Link-Box »

 

Bundespräsident Didier Burkhalter begutachtet ein Säuli beim traditionellen Rundgang durch die Olma. (Bild: Keystone)

Bundespräsident Didier Burkhalter begutachtet ein Säuli beim traditionellen Rundgang durch die Olma. (Bild: Keystone)

Bundespräsident Didier Burkhalte beim Kochen mit seiner Frau Friedrun Sabine (links) in der neuen Themenwelt «Erlebnis Nahrung». (Bild: Keystone)

Bundespräsident Didier Burkhalte beim Kochen mit seiner Frau Friedrun Sabine (links) in der neuen Themenwelt «Erlebnis Nahrung». (Bild: Keystone)

Der Kinobus in der Sonderschau des Kantons Luzern. (Bild: Keystone)

Der Kinobus in der Sonderschau des Kantons Luzern. (Bild: Keystone)