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MILITÄRDIENST: Höhere Abgaben für Untaugliche?

Wer in der Armee nicht Dienst leistet, der bezahlt eine Abgabe. Diese beträgt 3 Prozent des Einkommens und mindestens 400 Franken. Das wollen bürgerliche Politiker ändern und fordern eine Erhöhung auf 1000 Franken – ist das gerechtfertigt?
Symbolbild: Militär-Angehörige marschieren durch Bern. (Bild: KEYSTONE/Alessandro della Valle)

Symbolbild: Militär-Angehörige marschieren durch Bern. (Bild: KEYSTONE/Alessandro della Valle)

Arthur Loepfe, der ehemalige CVP-Nationalrat aus Appenzell-Innerrhoden sagt «Dass jemand, der seine Dienstpflicht nicht erfüllt, nur 400 Franken bezahlen muss, ist unverhältnismässig». Denn diese Personen seien von den Unannehmlichkeiten des Militär- oder Zivildiensts befreit und hätten unter Umständen Vorteile im Berufsleben.

Nicht dieselbe Meinung teilt Ida Glanzmann, Vizepräsidentin des CVP Schweiz. Sie findet, eine teurere Wehrpflichtersatzabgabe sei der falsche Ansatz. «Die Erhöhung würde vor allem Geringverdienende und Studenten treffen», gibt die Luzerner Nationalrätin zu bedenken. «Anstatt Untaugliche stärker zur Kasse zu bitten, würde man besser die Attraktivität des Militärdienstes verbessern.» Im Auge hat Glanzmann dabei auch die Frauen – diese sollen für den Orientierungstag verpflichtet werden.

Der St. Galler FDP-Nationalrat Walter Müller hält die Erhöhung der Wehrpflichtersatzabgabe ebenfalls für den falschen Weg. «Ich glaube nicht, dass die Höhe der Abgabe einen grossen Einfluss hat», sagt er. Laut Müller müsste man «dort ansetzen, wo die Attraktivität der Armee wirklich bedroht ist: beim Zivildienst». Zivildienst sei oft ein «Schoggijob», sagt der Freisinnige, und er fordert: «Die Anforderungen müssen deutlich erhöht werden.»

Gegen eine Erhöhung der Wehrpflichtersatzabgabe ist die Zürcher SP-Nationalrätin Chantal Galladé. Sie sagt: «Wir müssen die Ausbildung in der Armee attraktiver machen, damit genügend und motivierte Leute zu Verfügung stehen.»

Was meinen Sie? Sollen Untaugliche tiefer in die Tasche greifen, oder muss die Armee attraktiver werden, damit sie wieder mehr besucht wird? Wir sind gespannt auf Ihre Meinung!

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