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Nach Tobsuchtsanfall im Radio: Schawinski erklärt sich

Nachdem Roger Schawinski in einer Diskussion mit Markus Somm die Fassung verloren hatte, spielte er mit dem Gedanken die Sendung einzustellen. Nun zeigt er sich versöhnlich. Schawinski ist ein Wiederholungstäter. Bereits im Duell mit Roger Köppel und Andreas Thiel verlor er die Nerven.
Roger Braun
Roger Schawinski verlor nicht zum ersten Mal die Nerven. (Bild: Severin Bigler)

Roger Schawinski verlor nicht zum ersten Mal die Nerven. (Bild: Severin Bigler)

Einst hiess die Sendung «Roger gegen Roger», nun «Roger gegen Markus». Das Konzept ist geblieben: Roger Schawinski und sein Gegenpart - seit 2015 Markus Somm - debattieren auf «Radio 1» das Thema der Woche und geben sich Saures. Hier der linksstehende Radiopionier, da der rechtsstehende Ex-Chefredaktor der «Basler Zeitung».

Diese Woche kam es zum Eklat. In einem Gespräch zum Bericht von US-Sonderermittler Robert Mueller rastete Schawinski komplett aus. Da Mueller US-Präsident Donald Trump keine Absprache mit den Russen nachweisen konnte, griff Somm Schawinski frontal an.

Somm forderte Entschuldigung von Schawinski

«Ich spreche mit jemandem, der zwei Jahre lang behauptete, Putin habe Trump ins Weisse Haus gebracht», sagt Somm und forderte Schawinski auf, sich bei seinen Hörern zu entschuldigen.

Darauf verlor Schawinski die Fassung und warf mit Kraftausdrücken um sich. «Dumm warst du», warf er Somm an den Kopf. Schliesslich brach er die Sendung abrupt ab und sagte: «Also, hören wir jetzt auf. Ich habe keine Lust mehr.»

Es ist nicht das erste Mal, dass eine Sendung von Schawinski auf diese Art und Weise endet. Mit dem rechten Politsatiriker Andreas Thiel lieferte sich Schawinski in seiner gleichnamigen TV-Sendung auf SRF einen Hahnenkampf, der Kultstatus erreichte.

Ein wüster Redestreit stand auch hinter der Entscheidung die einstige Sendung Roger gegen Roger einzustellen. Von «Weltwoche»-Verleger Roger Köppel fühlte sich Schawinski dermassen provoziert, dass er die Sendung aufgab. Der Grund: die Debatten seien «immer unergiebiger» geworden, seit Köppel offiziell zum SVP-Politiker geworden sei.

Giftig ging es unter anderem in der letzten Sendung zu und her, als Schawinski im Zusammenhang mit der Flüchtlingskrise das Schicksal von Köppels vietnamesischer Ehefrau diskutieren wollte, deren Familie flüchten musste. Schliesslich riet Köppel Schawinski am Ende der Sendung, einige Bildungslücken in Schweizer Geschichte aufzuarbeiten.

Schawinski und Somm sind eigentlich Freunde

So weit kommt es dieses Mal nicht. Auch wenn Schawinski in der Sendung vom Montag gesagt hatte, es sei unsicher, ob es diese Sendung in Zukunft noch gebe: «Roger gegen Markus» läuft weiter. Heute Morgen erklärte Schawinski auf seinem Sender Radio 1, wieso das Gespräch mit Somm ausser Kontrolle geraten war.

Schawinski machte auch klar, dass der Fall anders läge als bei Köppel, mit dem er den Kontakt abgebrochen habe. «Als Hörer kann man das wohl kaum glauben, aber wir sind befreundet», sagt Schawinski zu Somm. «Wir laden uns gegenseitig zu Nachtessen mit Familien ein.»

Mit Somm hat sich Schawinski offenbar gleich nach der Sendung vom Montag ausgesprochen. Am Samstag, wenn Somm zurück in der Schweiz ist, werden die beiden ein längeres Gespräch zur Weiterführung der Sendung führen. «Wir haben ein freundschaftliches Verhältnis und schätzen uns gegenseitig», sage Schawinski. «Ich bin überzeugt, dass wir uns finden werden.»

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