NACHGEFRAGT: «Das ist gefährlich»

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Die Zürcher SVP-Nationalrätin Barbara Steinemann. (Bild: Gaetan Bally/Keystone)

Die Zürcher SVP-Nationalrätin Barbara Steinemann. (Bild: Gaetan Bally/Keystone)

Barbara Steinemann, fast eine Million Ausländer erfüllt die Einbürgerungsbedingungen des Bundes. Einbürgern lassen sich aber nur rund 40000 pro Jahr. Das geringe Interesse dürfte in Ihrem Sinn sein.

Nur bedingt. Denn es sind vor allem die Migranten aus den mitteleuropäischen Staaten und aus den Industrieländern von ausserhalb Europas, die sich selten einbürgern lassen. Bei anderen Zuwanderern, etwa aus dem Balkan, steht der Schweizer Pass hoch im Kurs. Das sind Länder, deren Kultur uns fremd ist.

Eingebürgert wird aber auf jeden Fall nur, wer integriert ist.

Für die Ausländer der dritten Generation gilt dies nicht mehr, wenn es am 12. Februar ein Ja gibt. Bei ihnen soll der Bund in Zukunft ausschliesslich aufgrund von Akten und ohne Anhörung über die Einbürgerung entscheiden. Das ist gefährlich. Denn es geht nicht nur um die Grosskinder jener, die in den 1960er-Jahren eingewandert sind. Sondern dereinst auch um die Nachkommen jener, die derzeit mit den grossen Migrationsströmen nach Europa kommen – und oft keine Dokumente auf sich tragen. Wir wissen nicht, woher sie kommen. (bär)