National- und Ständerat gedenken This Jenny

National- und Ständerat gedenken des verstorbenen This Jenny National- und Ständerat haben am Montag zu Sessionsbeginn des verstorbenen Glarner alt Ständerats This Jenny gedacht. Die Ratspräsidenten sprachen den Angehörigen ihr Beileid aus, die Ratsmitglieder erhoben sich.

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Bild: Keystone

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Die Kunde vom Tode Jennys habe tiefe Betroffenheit ausgelöst, sagte der scheidende Ständeratspräsident Hannes Germann (SVP/SH). This Jenny habe immer wieder beeindruckt - mit seiner Zielstrebigkeit, seiner Unabhängigkeit, seinem Witz und seiner grossen Menschlichkeit.

Auch als Politiker werde Jenny nicht vergessen gehen. Er habe sich oft und immer prägnant geäussert. «Jenny redete die Volkssprache, ohne dem Volk nach dem Mund zu reden», stellte Germann fest.

Der Ständeratspräsident erinnerte ferner daran, dass die kleine Kammer dem Verstorbenen die elektronische Abstimmungsanlage verdankt. Jenny sei eine Kämpfernatur gewesen, im Berufsleben, in der Politik und auch auf der Skipiste. «Das Leben ist endlich, die Erinnerungen aber werden bleiben», schloss Germann.

Freier und kritischer Geist

Auch der scheidende Nationalratspräsident Ruedi Lustenberger (CVP/LU) würdigte den Verstorbenen. «This Jenny ist nach einem bitteren Kampf und ohne je zu klagen von uns gegangen», sagte er. «Bis zuletzt beeindruckte er uns alle mit seiner Willenskraft und Stärke.»

Jenny sei keiner gewesen, der nach Ruhm und Ehre getrachtet habe. Auch sei der SVP-Politiker nicht immer seiner Partei gefolgt. Jenny habe feste Überzeugungen gehabt, die durch seine Kindheit und seine persönlichen Erfahrungen geprägt gewesen seien. Er habe sich unermüdlich für die anderen eingesetzt.

Jenny werde als freier und kritischer Geist in Erinnerung bleiben. Er habe entschlossen nach den Sternen gegriffen und aus seinen Träumen Wirklichkeit gemacht. Er sei offen und aufrichtig gewesen, «ein guter Mensch, der stets sein Herz sprechen liess».

Der an Krebs erkrankte SVP-Politiker und Bauunternehmer war am Samstag vor einer Woche im Alter von 62 Jahren aus dem Leben geschieden, begleitet durch eine Sterbehilfeorganisation. Im Februar war er von allen politischen Ämtern zurückgetreten.

sda