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Nazi-Vergleiche, Kokain, und das schöne Nordkorea: Hier sind einige weniger glanzvolle Momente unserer Politiker

Fehltritte und Fettnäpfchen in Bundesbern – ein (unvollständiger) Rückblick.
Kevin Capellini
Mit Drogen und Kokain im Bundeshaus unterwegs: Der Aargauer SVP-Nationalrat Luzi Stamm. (Bild: Keystone)

Mit Drogen und Kokain im Bundeshaus unterwegs: Der Aargauer SVP-Nationalrat Luzi Stamm. (Bild: Keystone)

Sei es um Aufmerksamkeit zu erlangen oder im Wahlkampf positiv aufzufallen. Politikerinnen und Politiker, Parteien und Fraktionen sind mit ihren Botschaften und Aktionen nicht immer fehlerfrei. Im Gegenteil: es gab sogar recht viele Fauxpas in dieser Legislaturperiode. Eine Auswahl:

  • Roland Basler und die Todesstrafe: Der Aargauer BDP-Präsident Roland Basler zog mit einem Tweet zum Tötungsdelikt am Frankfurter Hauptbahnhof die Kritik auf sich. Ab dieser «zutiefst verabscheuungswürdigen Tat» komme er «wieder ins Grübeln, ob doch die Todesstrafe die gerechte Bestrafung dafür wäre», schrieb er.
  • Tim Guldimann und das Zeitproblem: Der bisher einzige Auslandschweizer, der es in den Nationalrat schaffte, ist SP-Politiker Tim Guldimann. Seine Wahl in den Nationalrat endete ernüchternd: Der Zürcher, der in Berlin lebt, trat aber nach nur zweieinhalb Jahren wieder zurück: Er habe zu wenig Zeit, um in der Schweiz zu sein, begründete er den Entscheid.
  • Verena Herzog und die Verdingkinder: Ein umstrittener Vergleich lieferte die Thurgauer SVP-Nationalrätin Verena Herzog. Im Zusammenhang mit der Forderung nach flächendeckender frühen Förderung von Kindern schrieb sie: «Dies erinnert an das verwerfliche Gedankengut, mit welchem die Verdingkinder zur besseren Erziehung weggegeben wurden.»
  • Claude Béglé und das schöne Nordkorea: Für Kritik sorgte der Waadtländer CVP-Nationalrat Claude Béglé, der sich mit verharmlosenden Tweets zu Nordkorea in die Bredouille brachte. Der Politiker äusserte sich lobend über Fabriken, die er besucht hatte. Und er erklärte, der Alltag scheine relativ normal: Die Nordkoreaner seien entspannter gedacht und amüsierten sich.
  • Jonas Frickers und die Sache mit Auschwitz: Der Aargauer Grünen-Nationalrat beendete seine politische Karriere, nachdem er Tiertransporte zu Schlachthöfen mit den Deportationen in das Massenvernichtungslager Auschwitz im Zweiten Weltkrieg verglichen hatte. Zwei Tage nach diesem Vergleich gab er seinen Rücktritt bekannt.
  • Luzi Stamm, das Kokain und das Falschgeld: Der Aargauer SVP-Nationalrat sorgte gleich doppelt für Schlagzeilen. Stamm kaufte im März Drogen, die er ins Bundeshaus mitnahm, um die Politik «aufzurütteln». Er habe zeigen wollen, wie einfach es sei, Drogen zu kaufen. Bereits kurze Zeit zuvor geriet Stamm in die Schlagzeilen, weil er mit einem Koffer voll Falschgeld durch das Bundeshaus lief, welches einem seiner Mandanten gehört habe. Für beide Vergehen wurde Stamm angeklagt – wieder freigesprochen. Konsequenzen hatte es trotzdem. Die SVP entschied, ihren Nationalrat bei den Wahlen diesen Herbst nicht nochmals aufzustellen.

Hinweis der Redaktion

Dieser Artikel ist Teil des grossen «Legislatur-Rückblicks», den wir dieses Wochenende auf den Websites der CH Media Zeitungen publizieren.

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