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NEUBESETZUNG: SVP holt drei Leichtgewichte in ihr Machtzentrum

Die SVP will den Schwyzer Bauern Marcel Dettling, die Baselbieter Malermeisterin Sandra Sollberger und den Tessiner Altersheimdirektor Marco Chiesa in ihren Parteileitungsausschuss aufnehmen.
Portrait von Marco Chiesa, Nationalrat der SVP des Kantons Tessin, aufgenommen am 30. November 2015 in Bern. (KEYSTONE/Gaetan Bally) (Bild: GAETAN BALLY (KEYSTONE))

Portrait von Marco Chiesa, Nationalrat der SVP des Kantons Tessin, aufgenommen am 30. November 2015 in Bern. (KEYSTONE/Gaetan Bally) (Bild: GAETAN BALLY (KEYSTONE))

Gleich drei neue Gesichter will die SVP in ihren Parteileitungsausschuss aufnehmen: den Schwyzer Bauern Marcel Dettling, die Baselbieter Malermeisterin Sandra Sollberger und den Tessiner Altersheimdirektor Marco Chiesa. Alle drei sitzen erst seit 2015 im Nationalrat und gelten bisher als Leichtgewichte. Doch sie sorgen im Parteigremium für eine gute Mischung von Regionen, Berufen und Geschlecht.

Schlagzeilen hat Chiesa geschrieben mit seiner Forderung, Bundesräte dürften nicht Doppelbürger sein. Der 43-Jährige wäre der erste Tessiner in der Rennleitung der grössten Schweizer Partei. «Das ist eine wichtige Anerkennung für die italienische Schweiz», sagt er. Im Tessin ist die SVP nur fünftstärkste Kraft, die Lega dei Ticinesi steht ihr nahe – und vor der Sonne. So portierte die SVP mit Norman Gobbi einen Lega-Mann statt eines eigenen als Bundesrat.

Die 44-jährige Sollberger fällt im Bundeshaus vor allem mit sonnigem Gemüt und Ehrlichkeit auf. Politisch hat sie noch kaum Spuren hinterlassen. Für Schlagzeilen gesorgt hat die Finanzpolitikerin vorab mit ihrer Forderung nach einer Durchsetzung des Händedrucks an Schulen, die erfolglos blieb. Ihre bisher 20 Vorstösse sind ein buntes Potpourri: Sie reichen von der Aufstockung des Grenzschutzes bis hin zu weniger Bürokratie für KMU. Die Malermeisterin bewegt sich meist auf Parteilinie. Für Stirnrunzeln bei der SVP sorgte sie einzig, als sie erklärte, die Bilateralen wegen der Zuwanderungs-Initiative nicht aufgeben zu wollen.

Der 37-jährige Dettling stammt aus Oberiberg, einer Hochburg der SVP im Kanton Schwyz. Er politisiert am rechten Rand der Fraktion und vertritt die Interessen der Bauern. Gestern etwa brachte der Kalbfleischproduzent im Nationalrat eine Motion für schärfere Kontrollen gegen Fleischschmuggel durch. In Vorstössen kritisiert er ausserdem die Auswirkungen der Asylpolitik des Bundes auf die Kantone, ein Reizthema in Schwyz, und greift die SRG an.

Daniel Ballmer, Dennis Bühler, Kari Kälin, Fabian Fellmann

Portrait von Sandra Sollberger, Nationalraetin der SVP des Kantons Basel-Landschaft, aufgenommen am 3. Dezember 2015 in Bern. (KEYSTONE/Gaetan Bally) (Bild: GAETAN BALLY (KEYSTONE))

Portrait von Sandra Sollberger, Nationalraetin der SVP des Kantons Basel-Landschaft, aufgenommen am 3. Dezember 2015 in Bern. (KEYSTONE/Gaetan Bally) (Bild: GAETAN BALLY (KEYSTONE))

Portrait von Marcel Dettling, Nationalrat der SVP des Kantons Schwyz, aufgenommen am 8. Dezember 2015 in Bern. (KEYSTONE/Gaetan Bally) (Bild: GAETAN BALLY (KEYSTONE))

Portrait von Marcel Dettling, Nationalrat der SVP des Kantons Schwyz, aufgenommen am 8. Dezember 2015 in Bern. (KEYSTONE/Gaetan Bally) (Bild: GAETAN BALLY (KEYSTONE))

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